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Froh gelaunt mit Musik zum Mönchmühlenfest

Dorffest Froh gelaunt mit Musik zum Mönchmühlenfest

Viele Mühlenbecker beteiligten sich am Festumzug vom Ortszentrum zur historischen Mönchmühle und feierten dort das Traditionsfest der Gemeinde. Die im Jahr 1230 von den Zisterziensern erbaute Wassermühle am Tegeler Fließ gehört zu der ältesten dieser Art in Deutschland.

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Teilnehmerinnen des Festumzuges in Mühlenbeck.

Quelle: Foto: Helmut Schneider

Mühlenbeck. Bei herrlichem spätsommerlichen Sonnenschein setzte sich am Sonnabend pünktlich um 10.30 Uhr der Festumzug vom Zentrum Mühlenbecks zur historischen Mönchmühle in Richtung Schildow in Bewegung. Angeführt vom Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Hohen Neuendorf marschierten die Mühlenbecker und ihre Gäste aus den Nachbargemeinden fröhlich gelaunt zu ihrem zur Tradition gewordenen Mönchmühlenfest. Dieser Termin ist nicht zufällig auf den „Tag des offenen Denkmal“ gelegt, war vom Ortsbeiratsmitglied Kerstin Rennspieß und Patricia Block vom Förderverein Historische Mönchmühle nicht ohne Stolz zu erfahren. Denn die im Jahr 1230 von den Zisterziensern erbaute Wassermühle am Tegeler Fließ gehört zu der ältesten dieser Art in Deutschland. War die Mühle ab 1973 dem Zerfall Preis gegeben, bemühten sich ab 2003 Mühlenliebhaber um den Wiederaufbau dieses Denkmals. Der Förderverein umfasst mittlerweile 100 Mitglieder. Einer von ihnen ist der Ingenieur im Ruhestand Rolf Werner, der sich bescheiden als „Chefbastler“ bezeichnet und begeistert den neugierigen Besuchern das Innenleben der mehrstöckigen Mühle erklärte, die sich zu Ehren ihres Tages in voller Funktion befand. Da knarrten uralte Achsen, die hölzerne Antriebsräder und lederne Transmissionsriemen in Bewegung setzten. Das Ganze letztmalig 1914 von einem großen Wasserrad angetrieben _ heute hilft ein Elektromotor aus.

Inzwischen traf der Festzug mit den Mühlenbeckern ein, mit den einheimischen Schulkindern, Sportlern, den Linedancern, der Feuerwehr, der Historiengruppe Zühlsdorf in entsprechenden Kostümen und den jungen Mitgliedern der Musicalgruppe der Schulen Glienicke und Mühlenbeck. Sie waren dann auch die ersten, die temperamentvoll das Bühnenprogramm des Tages eröffneten. Der Gruppe gelang es auf Anhieb, mit rockigen Klängen und nahezu professioneller Choreografie die Besucher von den Verkaufständen an die Bühne zu locken und zu begeistern.

Weitere Musiker und Tänzer, vornehmlich Amateure aus der Region, zeigten bis in den Abend hinein ihr Können. „Darauf legen wir großen Wert, dass wir aus eigener Kraft solche Feste gestalten“, sagte Patricia Block dazu.

Inzwischen ist die Historische Mönchmühle längst zu einer kulturellen Institution geworden. Zurzeit läuft beispielsweise eine Vernissage in der Mühle vom „Künstlerstammtisch Glienicke“, im Saal tritt am 10. Oktober Kammersänger Heiko Reissig mit Melodien aus bekannten Operetten auf, aber auch geführte Wanderungen in den Barnim stehen auf dem Programm. Den Machern sei dafür der alte Müllergruß „Glück zu“ zugerufen.

Von Helmut Schneider

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