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Oberhavel Fünf Einwohner für Engagement geehrt
Lokales Oberhavel Fünf Einwohner für Engagement geehrt
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19:16 17.06.2016
Stadtverordnetenvorsteher Raimund Weiland rief zu Spenden für Arne William auf, der nach einem Unfall im Koma liegt. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Menschen  2015 – so war der diesjährige Hohen Neuendorfer Stadtempfang mit mehr als 100 Gästen am Donnerstagabend in der Aula der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule überschrieben. Während sich Ort und Gästezahl nicht verändert haben, gibt es doch wesentliche Unterschiede zu den Vorjahren: Erstmals begrüßte Steffen Apelt (CDU) als Bürgermeister die Gästeschar. Erstmals hatte er den Empfang in die wärmere Jahreszeit verlegt und erstmals konnte so der Schulhof als Gesprächs-, Büfett- und Festzone einbezogen werden.

Geblieben wiederum ist das Anliegen, „Menschen in das Bewusstsein zu rücken, die sich intensiv für das Gemeinwesen einsetzen“, wie Apelt es formulierte. Fünf Frauen und Männer wurden mit dem Ehrenamtspreis der Stadt geehrt.

Mir den Ehrenamtspreis ausgezeichnet (v. l.): Marian Przybilla, Margarete Fieting, Susanne Mosch, Viktor Makowski und Gertraud Mohr (fehlt). Quelle: Helge Treichel

Stellvertretend für alle aktiven Mitstreiterinnen und Mitstreitern in Willkommensinitiativen wurde Susanne Mosch aus Borgsdorf gewürdigt. Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass die meisten der mehr als Unterstützer immer noch dabei sind, obwohl sich die Ankunft der Flüchtlinge in dem Stadtteil verzögert. Die Geehrte bezeichnet die Unterstützung von Flüchtlingen zum Beispiel bei Sprachunterricht und Behördengängen als „tolle Erfahrung“. „Das ist eine Arbeit, die einen total erfüllt und auch beschenkt“, sagt sie.

Als „herausragendes Beispiel für eine Bürgerin, die sich für ihr soziales Umfeld engagiert, ohne damit auf Außenwirkung abzuzielen,“ wurde Margarete Fieting aus Bergfelde ausgezeichnet. Maßgeblich sei sie an der Gründung des Fördervereins der Kita Zauberstein und des Kindercampus’ beteiligt gewesen, ebenso an der Etablierung des Festes der Generationen. Zusätzlich war sie viele Jahre lang aktiv im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bergfelde. „Man kriegt so viel zurück“, sagt sie insbesondere über die Arbeit mit den Kindern.

Das Programm gestalteten unter anderen Nachwuchsmusiker von der Musikschule Hohen Neuendorf unter Leitung von Beate Krause (l.). Sie interpretierten die „Küchenkakophonie“. Quelle: Helge Treichel

Als „1000-Ämter-Mann“ wurde den Gästen Preisträger Marian Przybilla präsentiert. Die für Hohen Neuendorf „wohl bedeutendste und sichtbarste Leistung ist die Entwicklung eines ehemaligen DDR-Grenzschutzturms zu einer überregional bekannten Umweltbildungsstätte für die Deutsche Waldjugend“, sagte Bürgermeister Steffen Apelt in seiner Laudatio. Gemeinsam mit Helga Garduhn habe er den ehemaligen Grenzturm in Bergfelde im Juni 1990 erworben. Mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche habe der Biologielehrer seitdem praktisch an das Thema Umwelt- und Naturschutz herangeführt. Mehr als 80.000 Bäume pflanzte er gemeinsam mit ihnen und weiteren Mitstreitern. Przybilla zeigte sich erfreut und gerührt von dieser Anerkennung seines jahrzehntelangen Wirkens.

Das 200 Seiten umfassende Klimaschutzkonzept der Stadt sieht vor, den Energieverbrauch in der Stadt bis zum Jahr 2030 um rund elf Prozent zu senken, die CO2-Emissionen pro Kopf zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Viktor Makowski sei einer, der dieses Konzept in der ehrenamtlichen Lenkungsgruppe mit ausgearbeitet hat und auch persönlich zum Umsetzen dieser Ziele beitrage und bei vielen öffentlichen Anlässen als Botschafter des Klimaschutzes für die Stadt Hohen Neuendorf auftrete. Zusätzlich leite er in seiner Freizeit die Imker-AG an der Grundschule Niederheide und unterstütze sie bei der Haltung eines eigenen Bienenvolkes im Schulgarten. Die Familie wohnt in ihrem Einfamilienhaus mit einem Asylbewerber zusammen, weshalb auch seine Frau mit auf der Bühne stehen müsste. Der Preis habe ihn „völlig überrascht“ , sagte Makowski. Schließlich werde er für Freizeitbeschäftigungen ausgezeichnet, „die mir Spaß machen“.

Die Gastronomie des Empfangs übernahm das Hotel Grüner Turm. Quelle: Helge Treichel

Nicht anwesend war Gertraud Mohr, die seit seiner Gründung im Jahr 1999 Vorsitzende des Seniorenbeirats in der Stadt ist. Der Seniorenbeirat habe sich auf die Fahne geschrieben, die Interessen der mehr als 7500 Einwohner im Alter über 60 Jahren zu vertreten. Sie sei maßgeblich an der Herausgabe des Seniorenwegweisers beteiligt gewesen und stehe der Oberschule als „Seniorpartner“ zur Verfügung.

Bevor die Gespräche begannen und das Büfett freigegeben war, bilanzierte Bürgermeister Apelt seine ersten 100 Tage im Amt. Und er skizzierte die Vision für ein attraktives Hohen Neuendorf, das eng mit Birkenwerder kooperiert. Sein Versprechen: „Alles bleibt anders!“

Reimund Weiland bei seiner Rede zum Stadtempfang 2016 in Hohen Neuendorf. Quelle: Helge Treichel

Stadtverordnetenvorsteher Raimund Weiland (CDU) gab dem Verwaltungschef etwas mit auf den Weg, das in Gesprächen immer wieder Thema ist: „Die Verwaltung hat für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein.“ Die seien „kein lästiges Anhängsel“. Für weitere Formen der Bürgerbeteiligung müssten neue Wege mutig beschritten werden.

Dass er die Einwohner im Blick hat, verdeutlichte Apelt mit einem weiteren Vorhaben. Der nächste Empfang soll „zu einem Event für alle Bürger“ werden. Von dieser Idee eines Bürgerfestes mitten in der Stadt müsse er allerdings noch die Stadtverordneten überzeugen.

Gemeinsames Fußballschauen des EM-Spiels Deutschland gegen Polen. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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