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Für Patienten mit Anspruch

Fünf Abteilungen der Klinik Oranienburg erhalten Zertifikate als Qualitätssiegel Für Patienten mit Anspruch

Die Erwartungen der Patienten wachsen. "Wir haben mehr Beschwerden, aber auch mehr Zustimmung als früher", sagte Detlef Troppens, Geschäftsführer der kreiseigenen Oberhavel Kliniken, am Donnerstag. Um den gestiegenen Erwartungen gerecht zu werden, will sich das Krankenhaus in seinem Standard mit anderen vergleichen lassen.

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Ausgezeichnete Oranienburger Intensivstation: "Angehörige jederzeit willkommen."

Quelle: Klaus D. Grote

Oranienburg. Die Patienten würden immer anspruchsvoller. Um diesen gestiegenen Erwartungen gerecht zu werden, bemüht sich das Krankenhaus um die Zertifizierung seiner Versorgung. Die Nachweise würden helfen, "einfach immer ein bisschen besser zu werden". Die Klinik in Oranienburg kann sich inzwischen mit allen vergleichbaren Häusern messen, sagte Troppens. Gestern überreichte Troppens fünf solcher Zertifikate an die zuständigen Abteilungen im Oranienburger Haus.

Das nun "Zertifizierte Brustkrebszentrum Oberhavel" bietet eine Therapie nach neuesten Leitlinien. Dazu gehört das Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs. Mehrere Fachbereiche im Krankenhaus sowie nichtärztliche Spezialisten kooperieren für eine optimale Versorgung der Patientinnen. Durch die Qualitätskontrolle, die nun alle drei Jahre wiederholt wird, werde die Behandlung insgesamt verbessert, sagte Berno Tanner, Chefarzt der Gynäkologie.

Ebenfalls erstmals zertifiziert wurde die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Das Zertifikat der Stiftung Pflege weist die Abteilung als angehörigenfreundlich aus. Dazu gehören beispielsweise flexible Besuchsregelungen auf der Intensivstation sowie ein Angehörigentelefon, an dem der Gesundheitszustand eines Familienmitglieds direkt abgefragt werden kann. Der Kontakt zu den Angehörigen soll den Patienten emotionalen Beistand ermöglichen und so zur Heilung beitragen. Für die Mitarbeiter im Krankenhaus ergeben sich daraus durchaus erschwerte Abläufe. Doch der Aufwand lohne sich, sagt Chefarzt Tanner.

Die zentrale und nun ebenfalls erstmals zertifizierte Sterilisationsversorgungsabteilung könne ihre Dienste jetzt auch Dritten anbieten, sagte Troppens. Das sei allerdings nicht geplant, spreche aber für die Qualität der Abteilung mit neun Mitarbeitern, in der jährlich 25.000 Desinfektionen vorgenommen werden.

Die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe hat ihr von der Weltgesundheitsorganisation und der Unicef vergebenes Prüfsiegel "babyfreundlich" jetzt bereits erfolgreich verteidigt. Auch die Akutschmerztherapie wurde erneut zertifiziert. Das Ergebnis der Bemühungen: "Unsere Patienten sind überwiegend zufrieden", sagte Detlef Troppens.

Von Klaus D. Grote

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