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Für Pendler dauert es ab Montag länger

S-Bahn in Oberhavel Für Pendler dauert es ab Montag länger

Weil die S-Bahn-Linie S8 ab Montag etwa einen Monat lang nicht verkehrt, müssen viele Pendler aus Oberhavel sich auf längere Arbeitswege in die Hauptstadt einstellen. Dazu kommt, dass auch der Weg mit dem Auto während dieser Zeit erschwert wird, weil es ab Montag Arbeiten auf der A 114 gibt. Eine Fahrbahn wird neu asphaltiert.

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Auf der Linie S 8 werden in den kommenden vier Wochen keine Züge fahren. Viele Pendler in Oberhavel müssen sich morgens einen anderen Weg nach Berlin suchen.

Quelle: Foto: Enrico Kugler

Oberhavel. Nadim Baker muss in der kommenden Woche früher aufstehen, wie hunderte Pendler im Landkreis Oberhavel. Er fährt bislang jeden Morgen um 8.33 Uhr ins Büro in die Friedrichstraße. Vom S-Bahnhof Schönfließ fährt er mit der S 8 nach Berlin herein, ab Bornholmer Straße geht es dann bis ins Herz der Hauptstadt. „Kurz nach neun Uhr bin ich dann meistens in der Friedrichstraße angekommen.“

Doch ab der kommenden Woche wird alles anders: Von Montag, 6. November, um etwa 4 Uhr bis Montag, 4. Dezember, etwa 1.30 Uhr, ist die Linie S 8, genau wie die S 2, gesperrt. Arbeiter beginnen in dieser Zeit damit, rund 5,7 Kilometer an Schallschutzwänden zwischen Berlin-Pankow und Berlin-Blankenburg zu verlegen, bis zum Jahr 2020 wird der Schutz im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms an Schienen des Bundes hochgezogen, wie die S-Bahn Berlin informiert. In den kommenden Wochen müssen auch Oberhaveler den Schienenersatzverkehr nutzen. An den S-Bahnhöfen der S 8 in Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Bergfelde, Schönfließ und Mühlenbeck-Mönchmühle werden Busse die Fahrgäste befördern. Zu beachten ist dabei laut S-Bahn, dass Fahrgäste mit Fahrrädern, Rollstühlen oder Kinderwagen nur eingeschränkt befördert werden können. Letztere beide hätten Vorrang vor Radlern. Ob Zweiräder mitgenommen werden können, müssten die Busfahrer im Einzelfall entscheiden.

Pendler Nadim Baker ärgert sich, dass er die S 8 nun einen Monat lang nicht nutzen kann. Gerade hat er sich für 81 Euro ein AB-Monatsticket gekauft. „Und nun kann ich meine Linie nicht nutzen“ Dass er nun morgens in den Bus des Schienenersatzverkehrs steigen wird, glaubt Nadim Baker eher nicht. „Ich bin unsicher, wie das mit den Bussen funktionieren soll, weil die Straßen nach Berlin in der Rush Hour ja schon jetzt verstopft sind“, so der 24-Jährige. Eventuell will er nun den 809er-Bus nach Hohen Neuendorf nehmen und von dort aus mit der S 1 zur Arbeit fahren. „Wenn alles glatt geht, fahre ich dann nicht mehr 40 Minuten, sondern eine Stunde.“

Viel länger braucht nun morgens Jan Maikowske, der als Koch im Berliner Abgeordnetenhaus arbeitet und morgens kurz nach halb sechs Uhr ab Mühlenbeck mit der S 8 nach Berlin hereingefahren ist. Eine halbe Stunde dauerte das. Sich nun in den Ersatzbus zu setzen, kommt für den Koch nicht in Frage. „Das werden so viele Leute versuchen, das wird ein heilloses Durcheinander“, so der 32-Jährige.

Er will sich nun ab Montag jeden Morgen ins Auto setzen, um via Schildow und Pankow bis zum Alexanderplatz zu kommen. Doch der Mühlenbecker erwartet Staus, bis zu zwei Stunden könnte eine Fahrt zur Arbeit dauern. Auch, weil es ab Montag Arbeiten auf der A 114, dem „Pankow-Zubringer“, gibt. Eine Fahrbahn wird neu asphaltiert. „Mein Chef“, sagt Jan Maikowske, „weiß Bescheid, dass es später werden kann.“

Von Marco Paetzel

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