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Oberhavel Für mehr Uga-Uga im Leben
Lokales Oberhavel Für mehr Uga-Uga im Leben
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02:17 04.07.2015
Cengiz mit seinen Glienicker Schützlingen auf der Gorilla-Rampe. Quelle: Helge Treichel
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Glienicke/Nordbahn

„Laaangweeeiiilig!“ Das ist die typische Reaktion von Teenagern, wenn Erwachsene Themen wie gesunde Ernährung und Sport oder Inklusion und Gleichstellung vermitteln wollen. Deshalb haben sich für genau diese Botschaft ein paar Typen zusammengefunden, die mit ihrem Können und ihrem lässigen Auftreten zu wahren Helden für Jugendliche taugen: Skateboardweltmeister, einen Deutschen Meister im Freeriden, ein Footbag-Weltmeister und einen Rollstuhl-Rapper. Tobias Kupfer, Jürgen Horrwarth, Timo Pritzel, Yves Kreil und „Graf Fidi“ machten am Mittwoch auf ihrer Gorilla-Deutschland-Tour in Glienicke Station. Ihr Motto: „Mehr Uga-Uga im Leben!“

Gemeint ist „Spaß an gesunder Ernährung und Bewegung“, sagt Skateboardweltmeister und Teamchef Tobias Kupfer. Ihren aktiven, bewussten Lebensstil präsentierten die Gorilla-Botschafter und insgesamt 17 Trainer auf dem Hof der Glienicker Grundschule sowie auf der benachbarten Skateranlage. Unterrichtet wurde wie häufig auch der Sport betrieben wird – freestyle (im Freistil). Auf dem Lehrplan standen unter anderem Spaß-Sportarten wie Frisbee (Wurfscheibe), Footbag (Kicken eines mit Sand gefüllten Stoffsäckchens), BMX und Bereak Dance. Am Nachmittag ging es unter anderem um Yoga, Gemüse-Getränke (Smoothies) und Rap-Musik.

Gemeinsam wird ein lecker-gesundes Gorilla-Menü entwickelt

112 Sechstklässler nahmen einen ganzen Tag lang gruppenweise an den verschiedenen Workshops teil, sagt Rektorin Antje Burmeister. Ziel sei es, das Angebot nunmehr jedes Jahr zu machen. Als Partner mit im Boot sitzt die Firma Appetito als Essensversorger der Schule. Gemeinsam soll zum Beispiel ein lecker-gesundes Gorilla-Menü entwickelt werden, sagt Apetito-Verkaufsleiter Peter Sapich.

Ein Könner mit dem Footbag in Aktion. Quelle: Helge Treichel

„Wir geben hier einen Impuls, der nachhaltig wirken kann“, sagt Yves Kreil. Der 30-jährige Berliner spielt seit seinem 15. Lebensjahr Footbag und errang am vergangenen Wochenende im bulgarischen Sofia zwei frische WM-Titel. Sein risiko- und verletzungsarmer Sport, bei dem unter anderem mindestens drei Spieler den Hacky-Sack reihum kicken, besitze eine hohe soziale Komponente. Für einen ungezwungenen Umgang mit Handicaps warb Rapper Graf Fidi. Für manche Kinder sei er der Erstkontakt mit Behinderten, sagt er: „Gerade Kinder sind schnell in der Lage, das zu akzeptieren.“

Leitungswasser ist das bessere Getränk

Gorilla will einem zügellosen Handy- und Computer-Gebrauch entgegentreten, sagt Tobias Kupfer. Eine andere Botschaft sei das Trinken von (natürlich zuckerfreiem) Leitungswasser. Was gute Vorbilder bewirken können, zeige die Evaluation des Gorilla-Projektes, das es schon seit 2007 in der Schweiz gibt: mehr als die Hälfte der Workshop-Teilnehmer trinke auch nach sechs Monaten noch bevorzugt aus der Leitung, so Kupfer. Um daran zu erinnern, dass Wasser das bessere Getränk ist, bekamen alle Workshopteilnehmer eine Flasche geschenkt – chemisch unbeschichtet und mit einem riesigen Gorilla-Logo, Symbol der „Uga-Uga“-Power.

Das Projekt

Das insgesamt 40-köpfige Gorilla-Team tourt noch bis 10. Juli durch diverse deutsche Großstädte.

Gut 1000 Kinder nehmen deutschlandweit an den Workshops teil. In Glienicke/Nordbahn waren es 112.

Informationen im Internet unter www.deingorilla.de oder auf Facebook.

Von Helge Treichel

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