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Fürstenberg Grund zum Feiern: 40 Jahre im Beruf
Lokales Oberhavel Fürstenberg Grund zum Feiern: 40 Jahre im Beruf
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12:03 12.09.2018
Birgit Mehnke (Mitte) aus Burgwall feiert mit ihren Kollegen ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit. Quelle: Martina Burghardt
Tornow

Ein Sektchen für alle? Na, mindestens. 40 Jahre Betriebsjubiläum feiert man schließlich nicht alle Tage. Birgit Mehnke stand am Montag im Mittelpunkt, erhielt Glückwünsche von ihren Kollegen und viele freundliche Worte von ihren Chefs bei der Feier in der Mühle Tornow.

Ausgebildet zur Heimerzieherin

Vor vier Jahrzehnten, genauer gesagt schon 1977, begann Birgit Mehnke im Kinderheim Olga Körner in Mildenberg als Küchenhilfe. Als sie volljährig war, ließ sie sich zur Heimerzieherin ausbilden. Seitdem gab es viele Träger-Wechsel. Mittlerweile gehört die von ihr mit betreute Wohngruppe zum Evangelischen Johannesstift Jugendhilfe.

Birgit Mehnke betreut seit 40 Jahren Kinder und Jugendliche. Quelle: Martina Burghardt

Geschäftsführer Andreas Lorch zählte bei der Feier in Tornow etliche Eigenschaften auf, die er und die Kollegen an Birgit Mehnke schätzen. Sorgfalt und Ernst, Verlässlichkeit, Kreativität, fachliche Kompetenz, Authentizität und Glaubwürdigkeit waren einige davon. Zusammengefasst heißt das für ihn: „Was für ein Geschenk!“

Konstantes Team

Freundliche Worte und ein herzliches Dankeschön gab es zu diesem Anlass auch von Norbert Schröder, Bereichsleiter der Jugendhilfe Nord. Er erinnerte an die Umstrukturierungen der Vergangenheit und lobte das „sehr konstante Team“, nämlich Birgit Mehnke, Dörte Meinicke und Kathrin Dettbarn, die sich um sechs Kinder und Jugendliche in der Wohngruppe in Mildenberg kümmern.

An Grenzen gestoßen

Kümmern, das bedeutet Tag und Nacht für die 13- bis 19-Jährigen da zu sein. Ein anderer Beruf kam für Birgit Mehnke nie in Frage, obwohl sie in den vielen Jahren durchaus an ihre Grenzen gestoßen ist. „Es gab auch schwierige Fälle“, erzählt die 57-Jährige, „bei denen einem die große Verantwortung bewusst wird, die man trägt.“ Wegen eines Unglücksfalls, bei dem ein Kind fast gestorben wäre, hätte sie beinahe aufgegeben. Aber sie hat durchgehalten – 40 Jahre nun schon. Und bleibt ihren Schützlingen noch einige Jahre erhalten. Dennoch: Was sie täglich erlebt, geht nicht spurlos an ihr vorüber. „Es macht was mit einem“, sagt sie.

Mit drei Brüdern aufgewachsen

„Ein Kind ist vom Grunde her gut“, davon ist Birgit Mehnke überzeugt. „Es wird nicht von allein schwierig oder aggressiv.“ Diese Einstellung und ihre eigene Geschichte helfen ihr bei der Arbeit. „Ich bin mit drei Brüdern aufgewachsen“, schmunzelt sie. Da sei es auch manchmal wild zugegangen.

Bei der Feier für Birgit Mehnke in der Mühle Tornow. Quelle: Martina Burghardt

Die Erzieherin wohnt in Burgwall, hat selbst zwei Kinder großgezogen und immer im Schichtdienst gearbeitet. Zur Arbeit nach Mildenberg kam sie mit dem Rad, bei schlechtem Wetter zu Fuß. Seit 2005 gibt es die Wohngruppe. Das heißt für Birgit Mehnke: 14 Uhr Schichtbeginn, Übernachtung im Büro, morgens nach Schulbeginn zurück nach Hause. Und dann wieder von vorn.

Keine Zeit für Hobbys

Ob das Familienleben dadurch gelitten hat? „Sicher bleibt dabei etwas auf der Strecke“, sagt Birgit Mehnke. Für Hobbys zum Beispiel ist keine Zeit übrig. Aber solche Gedanken rücken spätestens dann in den Hintergrund, wenn eines der betreuten Kinder nach der Schule zurückkommt und „Bin zu Hause“ ruft. „Das heißt doch, dass die Gruppe für sie ihr Zuhause ist“, so Birgit Mehnke.

Vielleicht liegt das mit daran, dass sie ihre „persönlichen Belange immer hintan gestellt hat“, wie Mona Sorge-Heyking, die stellvertretende Bereichsleiterin der Jugendhilfe Nord, feststellte. „Sie haben nie einen Unterschied gemacht und mütterlichen Instinkt sprechen lassen“, sagte sie zu Birgit Mehnke.

Bei so vielen freundlichen Worten bleibt Birgit Mehnke doch noch ein Wunsch: Gesundheit für sich und ihre Familie.

Von Martina Burghardt

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