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Fürstenberg Concordia nimmt Kurs auf Berlin
Lokales Oberhavel Fürstenberg Concordia nimmt Kurs auf Berlin
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00:47 29.04.2018
Der Fürstenberger Kaffenkahn ist ein Nachbau und befördert seit dem Jahr 2000 hauptsächlich Ausflügler und Touristen. Quelle: Privat
Fürstenberg/Havel

Berlin ist aus dem Kahn gebaut“ – so lautet ein geflügeltes Wort, das wohl etwas in Vergessenheit geraten ist. Die Fürstenberger Kaffenkahn Company möchte das ändern. Als Botschafterin des wasserreichen Brandenburger Nordens startet die Crew der „Concordia“, dem Nachbau eines typischen Kaffenkahns des 19. Jahrhunderts, am Pfingstmontag zu einer mehrtägigen Reise nach Berlin. Ziel ist das Deutsche Technikmuseum. In den Häfen unterwegs gibt es Gelegenheit, mit Politikern und Tourismusverantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Traditionelle Verbindung

„Wir wollen den Blick auf die traditionelle Verbindung zwischen dem Norden Brandenburgs und der Hauptstadt richten“, erklärt Michael Wittke, der gemeinsam mit Rolf Schmachtenberg die Fürstenberger Kaffenkahn Company betreibt, den Anlass dieser öffentlichkeitswirksamen Tour.

Lastenkähne versorgten die Hauptstadt

Tatsächlich spielten die Lastenkähne im Seenland eine bedeutende Rolle. Ob Ziegelsteine aus Rathenow oder Zehdenick, Bau- und Brennholz oder Teer aus den umliegenden Wäldern, Kalksteine aus Rüdersdorf oder landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Mecklenburg, Überseeimporte über die Elbe aus Hamburg oder Äpfel aus Böhmen – , alles Lebensnotwendige wurde auf den Binnenschiffen bis nach Berlin transportiert. Die Lastenkähne waren Gebrauchsfahrzeuge, die ausschließlich zum Transport von Waren gezimmert wurden.

Heute sind es vor allem die Eleganz der aufragenden Schiffsenden, die dem Kaffenkahn seinen Namen gaben, und die hohe Takelung, die den Betrachter beeindrucken.

Nachbau besucht Vorbild

Nun wird der Nachbau sein – längst stillgelegtes – Vorbild besuchen, wie Michael Wittke sagt. Die Verbindung zum Deutschen Technikmuseum besteht schon lange und kommt nicht von ungefähr. Historiker hatten Peter Alker, den Fürstenberger Konstrukteur und Erbauer des Kahns, fachkundig beraten.

„Verpflichtung und Spaß“

Seit genau 18 Jahren ist die „Concordia“ dort unterwegs, wo früher solche Kähne die wichtigsten und größten Lastenträger waren – im Gebiet der Brandenburger und Mecklenburgischen Seenplatte. Heutzutage allerdings nicht mit Baumaterial beladen, sondern mit Passagieren, meist mit Ausflüglern, die auf dem „schwimmenden Museum“ die schöne Umgebung genießen wollen. „Wir sehen es als Verpflichtung und Spaß“, so Michael Wittke, „die Verbindung zwischen alt und neu, zwischen dem Norden und der Hauptstadt zu stärken.“

Besucher bringen Gastgeschenke mit

So führt nun der Weg der „Concordia“ von Fürstenberg/Havel, über den Ziegeleipark Mildenberg, Zehdenick, Liebenwalde und Oranienburg bis zum Technikmuseum nach Berlin. Zur Präsentation in Berlin werden Kommunen, Einrichtungen und Politiker der Kaffenkahn-Crew Gastgeschenke mit auf den Weg geben. Die Bürgermeister der angesteuerten Städte, der Landrat und sogar Oranienburgs Kurfürstin Luise Henriette wollen die „Concordia“ besuchen.

Eher karg als romantisch

Wer sich eine solche Fahrt romantisch vorstellt, liegt sicher nicht falsch. Für Übertreibungen besteht allerdings kein Anlass: Auch wenn früher ganze Familien auf ihren Kähnen wohnten – wirklich komfortabel ist der Schlafplatz auf den Planken nicht, wie Michael Wittke verrät. Auf jeden Fall „verspricht die Kaffenkahn-Crew, alles zu geben, um den Zeitplan einzuhalten“, so die Regionale Entwicklungsgesellschaft in Oberhavel Nord (Regio Nord), die an der Organisation der Kaffenkahn-Tour beteiligt ist.

Von Martina Burghardt

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