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Fürstenberg „Damit kommen wir einen riesigen Schritt weiter“
Lokales Oberhavel Fürstenberg „Damit kommen wir einen riesigen Schritt weiter“
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00:34 21.05.2018
Das Dach ist zum Teil eingedeckt. Quelle: S. Wiesner
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Oranienburg/Himmelpfort

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. Nachdem die Kreistagsabgeordneten am Mittwochabend grünes Licht für einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 90 000 Euro gegeben haben, steht die Finanzierung für den Fortgang des Wiederaufbaus des Brauhauses in Himmelpfort.

„Wir freuen uns über alle Maßen über die Entscheidung, hatten aber auch nicht mehr daran gezweifelt, weil es eine breite Zustimmung gegeben hatte“, sagt Arno Sommer, Vorsitzender der Bürgerstiftung Kulturerbe Himmelpfort. Die Stiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Brauhaus wieder aufzubauen. Die Freude wiegt deshalb um so schwerer, da damit die gesamte Finanzierung für dieses Jahr steht und fällt.

Hochkarätige Benefizkonzerte helfen

313 000 Euro beträgt die Investitionssumme für dieses Jahr. 183 000 davon wurden als Förderung vom Land Brandenburg zugesichert, wenn die Bürgerstiftung einen Eigenanteil von 130 000 Euro aufbringt. Das Gros davon kommt jetzt vom Landkreis (90 000). Die Stadt Fürstenberg hatte grünes Licht für 20 000 Euro gegeben – wenn das Geld vom Kreis kommt. Dann hat die Bürgerstiftung noch ein Restguthaben bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (voraussichtlich aufgerundeter Wert in Höhe von 8000 Euro). „Und wir wollen auch noch auf anderen Wegen Geld einsammeln, zum Beispiel bei hochkarätigen Benefizkonzerten in der Kirche und in der Mühle zugunsten der Brauhaus-Stiftung“, so Arno Sommer. Die finden am 3. und 23. Juni in Himmelpfort statt. Der Eigenanteil ist seit Mittwochabend gesichert und „ermöglicht uns jetzt den Weiterbau am Brauhaus“. Das betrifft die Sanierung des Giebels und den Bau des Daches. „Ohne die Entscheidung des Landkreises hätten wir in diesem Jahr auf dem Trockenen gesessen.“

„Wir tun das für den Landkreis“

Die Fraktionen des Kreistages hatten sich einmütig für die Bereitstellung des Geldes ausgesprochen. Frank Bommert (CDU) erinnerte an die Historie des im 14. Jahrhundert von Mönchen gebauten Gebäudes, das zum Klosterensemble gehört und 2010 durch ein Feuer niederbrannte. „Das Brauhaus ist das Wahrzeichen von Himmelpfort. Der Ort ist durch das Weihnachtshaus, seine Natur und die Klosteranlage deutschlandweit bekannt. Wenn wir das Geld dorthin geben, tun wir das für den gesamten Landkreis.“ Jutta Lindner (SPD/LGU) findet den Erhalt von Kulturstätten eine tolle Sache. „Es hat sich mit ehrenamtlichem Engagement auf dem Gebiet viel getan in der Region. Es war eine großartige Leistung, dass das Brauhaus zur Bürgerstiftung überging – geeinigt werden musste sich mit 60 Erben.“ Für sie habe das Gebäude eine lokale und überregionale Bedeutung.

Wortduell im Kreistag

„Es geht also: Antrag stellen und Geld bekommen“, freute sich Elke Bär (Die Linke) und versäumte es nicht, daran zu erinnern, dass ihre Fraktion unlängst einen Antrag über 10 000 Euro gestellt hatte, damit das Frauenhaus in Oberhavel unterstützt werden könne. „Das waren 80 000 Euro weniger – aber es gab kein Okay von den Abgeordneten. Wir stimmen dem Antrag für das Brauhaus gern zu, würden uns aber wünschen, künftig auch unterstützt zu werden.“ Diese Aussage brachte Uwe Klein (SPD) auf die Palme. Elke Bär hätte gar nicht verstanden, worum es ginge. Der Kreistag wolle da unterstützen, wo es notwendig sei. Und die Haushaltslage sei gut, weshalb es damals keine Zustimmung gab. Klein redete sich in Rage, weshalb ihn Kreistagsvorsitzender Karsten-Peter Schröder resolut ermahnte, sich zu mäßigen und beim Thema Brauhaus zu bleiben. Schröder schnitt ihm schließlich das Wort ab und entschuldigte sich bei Elke Bär für den Beitrag von Uwe Klein, woraufhin der einen Ordnungsruf für Karsten-Peter Schröder beantragte – vergeblich.

Sowohl die Grünen (Thomas von Gizycki) als auch die Unabhängigen (Helmut Jilg) lobten das Engagement der Bürgerstiftung und wünschten sich mehr solcher Projekte.

Die Arbeiten am Brauhaus würden schleunigst fortgesetzt werden, da das Geld vom Land bis zum Jahresende „verbaut“ werden müsse, damit es nicht verfällt, so Arno Sommer. „In diesem Jahr wird viel passieren.“ Arno Sommer kommentiert den Beschluss der Kreistagsabgeordneten so: „Dadurch kommen wir mit dem Brauhaus einen riesigen Schritt weiter.“

Von Stefan Blumberg

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