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Fürstenberg Wie geht es weiter mit der schlechtesten Straße?
Lokales Oberhavel Fürstenberg Wie geht es weiter mit der schlechtesten Straße?
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01:16 16.07.2018
Vor gut einem Jahr wurde die L 214 von den MAZ-Lesern zur schlechtesten Straße in Oberhavel gewählt. Quelle: Uwe Halling
Bredereiche

Still ruht der See. Das ist genau der Punkt, den die Bürgerinitiative „L 214“ ärgert. Im März/April dieses Jahres habe es eine Einigung zwischen Landkreis Oberhavel und Land Brandenburg zur Herabstufung der Landesstraße 214, die von den MAZ-Lesern im vergangenen Jahr sogar zur schlechtesten Straße in Oberhavel gewählt wurde, gegeben. Die wiederum gilt als Signal, dass die Straße nach mehr als zwei Jahrzehnten saniert werden könne, da die sogenannte Baulastträgerschaft vom Land auf den Kreis übergeht. „Aber seitdem ist nichts passiert. Die Straße sieht heute genau so aus wie vorher“, beklagt Jens Wegener von der Bürgerinitiative.

BI möchte Nägel mit Köpfen machen

Er und seine Mitstreiter recherchierten in den vergangenen Wochen und stellten fest, dass der Landkreis seine Hausaufgaben gemacht habe. Die Kosten (zehn Prozent vom Kreis) seien in den Haushalt eingestellt, die Kommunen hätten auch Rückstellungen getätigt. „Insofern sehe ich nicht, was gegen einen rechtzeitigen Beginn spricht.“

Laut Jens Wegener würde Landrat Ludger Weskamp im August einen Gesprächstermin mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider haben. „Ganz schön lange für nichts und wieder nichts. Wir machen uns Sorgen, dass uns die Wahlen mit ihren Unwägbarkeiten einholen und dann wieder andere Prioritäten gesetzt werden“, befürchtet Jens Wegener. „Warum dauert das alles so lange. Wir wollen, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden. Wir können keinen Hinderungsgrund erkennen, sondern erwarten, dass die Zusage zeitnah mit einem Vertrag gekrönt wird.“ So müsse unter anderem die Frage geklärt werden, wer Bauträger wird. Jetzt sei das Land Brandenburg am Zug.

Finanzielle Seite ist gesichert

Der Kreistagsabgeordnete Olaf Bechert (CDU) stößt ins gleiche Horn: „Wir haben im Kreis eine klare Beschlusslage für die L 214 und die finanzielle Sicherstellung für die Investition. Die Summe ist da. Und wir haben eine Haushaltssicherung der Stadt Fürstenberg für eventuelle Eigenmittel, die wir dem Landkreis mit auf den Weg geben können, um die Fördermittel abzurufen. Kurzum: Wir haben alle Hausaufgaben gemacht, die uns die Ministerin mit auf den Weg gegeben hat.“

Brief an die Ministerin

Die Bürgerinitiative wandte sich in dieser Woche mit einem Schreiben an die Ministerin, in dem all die Sorgen und Vorschläge aufgelistet sind. Pressesprecher Steffen Streu hatte am Freitagnachmittag noch keine Kenntnis von dem Brief der BI. Zur Sache selbst sagt er: „Die Herabstufung einer Straße ist ein komplexes Verfahren. Wir befinden uns bei der L 214 in der Abstimmung, auch mit dem Landkreis. Aber ich kann heute noch nicht sagen, wann es mit dem Bau losgeht.“

Während die Bürgerinitiative bei der Sanierung der L 214 weiter am Ball bleibt, habe sie laut Jens Wegener bei den Bauarbeiten an der L 214 in Marienthal (Verlegung Schmutzwasser- und Abwassernetz) eine Aktie daran, dass die Straße nach Fertigstellung der Bauarbeiten erneuert und asphaltiert wird. Die BI dankt in der Sache allen Beteiligten. Der Held in der Geschichte sei, so Jens Wegener, Uwe Kaatz vom TAV Lindow-Gransee, der sich vor den Karren gespannt habe, um dieses Ziel zu erreichen. Wermutstropfen: Die mündliche Zusage zur Übernahme der Kosten von Kathrin Schneider sei da, aber noch nichts in trockenen Tüchern.

Von Stefan Blumberg

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