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Fürstenberg Licht auf dem Weg durch den Havelpark
Lokales Oberhavel Fürstenberg Licht auf dem Weg durch den Havelpark
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17:52 08.10.2018
Bis zur Brücke an der Gartenstraße sollen künftig Laternen den Weg durch den Havelpark erhellen. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Ganz nah an der Stadt und doch mitten in der Natur: Der Havelpark im Osten der Stadt Fürstenberg liegt zwischen Baalensee, Schwedtsee und Havel. Wer Ruhe sucht, findet sie dort. Laubbäume säumen den Weg, ein Abstecher zum Ufer wird mit einem phänomenalen Blick auf die Stadt belohnt. Und der Weg ist nicht nur für Spaziergänger da, sondern auch eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen, die kürzeste, wie Anwohner wissen.

Lange nach den richtigen Leuchten gesucht

Genau dieser Weg, die Nord-Süd-Verbindung zwischen der Havelbrücke an der Gartenstraße und dem ehemaligen Sägewerksgelände, soll nun beleuchtet werden. „Es gab verschiedene Anläufe“, sagte Bauamtsleiterin Sylvia im jüngsten Bauausschuss.

Info-Tafel am Weg durch den Havelpark. Quelle: Martina Burghardt

Weil dieser Weg durch den Wald führt, der überdies den Status eines Landschaftsschutzgebietes hat, musste die Untere Naturschutzbehörde befragt werden. Und die lehnte eine „normale Leuchte“ ab, forderte Licht-Poller. Das wiederum wollten die Stadtverordneten nicht. Die Gefahr von Vandalismus sei zu hoch, hieß es.

Sternenpark als Vorbild

Um einen Kompromiss bemühte sich die Fraktion Pro Fürstenberg und tauschte sich darüber mit Experten im Sternenpark Westhavelland aus, die Erfahrungen mit dem Thema Lichtverschmutzung haben. „Urlauber finden es hier richtig schön dunkel“, sagte Raimund Aymanns im Bauausschuss. „Aber die Leute im Dunkeln tapsen lassen, geht auch nicht.“ Wichtig sei es, die „goldene Mitte“ zu finden. Und das hat nun offenbar funktioniert.

Auch im Dunkeln soll man künftig sicher durch den Havelpark laufen können. Quelle: Martina Burghardt

Das Bauamt hat recherchiert und Modelle verschiedener Hersteller gefunden, die die Voraussetzungen erfüllen. Sylvia Jandt zählte die Prämissen auf, damit Sternenkucker zufrieden sind und der Biorhythmus der Tiere nicht allzu sehr gestört wird: Die Leuchte hat einen hohen Mast – etwa 4,50 Meter –, ist nach oben abgedunkelt und darf nicht aus dem Gehäuse herausragen, muss absolut senkrecht stehen und möglichst dimmbar oder mit Zeitschalter versehen sein. Der Lichtkegel fällt also direkt nach unten auf den Weg. Favorisiert wird eine Lichtfarbe von 3000 Kelvin, das ist ein „angenehmes, warmweißes“ Licht, wie die Bauamtsleiterin erklärte.

Einigkeit im Bauausschuss

Der Bauausschuss entschied sich für den Leuchtentyp eines Leipziger Herstellers, mit dem die Stadt bereits zusammengearbeitet hat, und folgte damit dem Vorschlag der Verwaltung. Die Farbe des Mastes soll dieselbe sein wie die der Straßenleuchten in der Innenstadt. Dazu gab es im Ausschuss zwar auch andere Ideen, aber letztlich wurde darüber nicht weiter gestritten. Etwa alle 40 Meter soll der Weg erleuchtet werden, und zwar bis zur Grenze des ehemaligen Sägewerksgeländes, für das ein Bebauungsplan in Arbeit ist. „Noch ist nicht klar, wie es dort weitergeht“, antwortete die Bauamtsleiterin auf die Frage, weshalb dort Schluss mit der Beleuchtung sein muss. Die Verkabelung könne so geplant werden, dass weitere Leuchten angeschlossen werden können, hieß es.

Bänke laden auf dem Weg durch den Havelpark zum Verweilen ein. Quelle: Martina Burghardt

Bevor die Lampenlieferung ausgeschrieben werden kann, wird die Untere Naturschutzbehörde befragt. Von dort aus habe es bereits eine „positive Reaktion“ gegeben, so Sylvia Jandt. Gibt es die endgültige Zustimmung, werden noch einmal Abstände und Höhe der Leuchten genau bestimmt. Wann genau die Leuchten aufgestellt werden, ist demnach noch nicht klar. Und dass die Laternen vor Randalierern sicher sind, dafür gebe es keine Garantie, wie Sylvia Jandt im Ausschuss klar machte.

Von Martina Burghardt

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