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Fürstenberg Gänsezeit auf dem Gut
Lokales Oberhavel Fürstenberg Gänsezeit auf dem Gut
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14:30 06.12.2018
Gänseaustrieb auf Gut Boltenhof. Quelle: Privat
Boltenhof

 Jeden Morgen das selbe Schnattern und Watscheln. Die Stalltüren auf dem Gut Boltenhof öffnen sich um 8 Uhr zum Gänseaustrieb. Und wer dort gerade zu Gast ist, darf sich gern als Gänselieschen versuchen, wenn die Tiere in der Dämmerung in den Stall zurückkehren.

Kreisläufe und Selbstversorgung

„Das Glück isst unsere Wiese“ – unter diesen Leitgedanken haben Jan-Uwe Riest und seine Frau ihre Geschäftsidee von einer Landwirtschaft gestellt, bei der es um Kreisläufe und Selbstversorgung, vor allem jedoch um den achtsamen Umgang mit Nutztieren geht. 2015 ließ das Paar das Stadtleben hinter sich und übernahm den Hof vom Vater mit der Idee, „das Gut zu dem zurückzuführen, was es früher war“, so Jan-Uwe Riest.

Brust und Keule sind gefragt

Immer mehr Tiere bevölkern seitdem den Hof. Für den Betriebswirtschaftler ist es immer noch ein Erlebnis, wenn die eigene Wurst auf dem Teller liegt. Momentan sind es allerdings eher Brust oder Keule der Boltenhof-Gans, die auf der Speisekarte im eigenen Gut-Restaurant stehen. Gerade jetzt, an den Adventswochenenden nutzen Ausflügler das Gänse-Essen als Anlass, ein Wochenende auf Gut Boltenhof zu verbringen. Und so wird die Nebensaison belebt – ein durchaus bedeutender wirtschaftlicher Aspekt. Die Angestellten werden schließlich auch im Winter beschäftigt.

Jan-Uwe Riest mit seinen Gänsen auf Gut Boltenhof. Quelle: Martina Burghardt

Reduziert hat sich allerdings der Gänsebestand, 40 Tiere sind bereits geschlachtet und ausgeliefert. Bestellt wird direkt oder übers Internet, außerdem nehmen Kooperationspartner wie Kutzner & Kutzner in Berlin, die Manufaktur „Drei Jahreszeiten“ Altglobsow und das Landhaus Himmelpfort die Gänse aus Boltenhof ab.

Das Ziel ist klar

„Unsere Mitarbeiter schlachten die Gänse in einem eigenen Schlachtraum“, berichtet Jan-Uwe Riest. Ziel ist es, dass auch Kühe und Schweine künftig nicht mehr zum Schlachthof transportiert werden müssen. Räume dafür gäbe es auf dem Hof, der Umbau nach den strengen EU-Regularien würde allerdings eine größere Investition bedeuten. Noch ist es eine Vision, aber das Ziel ist klar. „Wir wollen eine der ersten Adressen für gutes Essen werden, von dem man weiß, woher es kommt“, sagt Jan-Uwe Riest.

Herkunft des Essens ist bedeutsam

Seine Gedanken über den Kreislauf der Natur teilen vor allem jene, denen nicht nur das Essen, sondern auch dessen Herkunft wichtig ist. Zweimal schon waren Mitglieder des Vereins Slow Food Deutschland zum traditionellen Martinsgansessen auf dem Gut Boltenhof zu Gast. Eigentlich hatten sie nur eine Gans bestellen wollen.

Von Martina Burghardt

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