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17:53 28.02.2019
Am Bahnhof Fürstenberg betreiben Amelie Kemmerzehl und Tom Slotta gemeinsam den Ahoi-Shop. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

 Morgen ist der große Tag. Dann eröffnet der Ahoi-Shop im Bahnhofsgebäude am Gleis eins. Es ist ein Café, in dem man nicht nur einen Latte Macchiato und ein belegtes Brötchen bekommt, sondern auch ein Fahrrad oder ein Stand up Paddle Board (SUP) ausleihen kann. Genau das sind die drei Komponenten der Geschäftsidee von Amelie Kemmerzehl (29) und Tom Slotta (31): Ahoi-Shop, Ahoi-Board, Ahoi-SUP.

Der Tresen ist selbst entworfen, die Kaffeemaschine läuft schon. Quelle: Martina Burghardt

Ein Jahr lang haben die aus Freiburg stammende Künstlerin und der Veranstaltungskaufmann, der in Neubrandenburg aufgewachsen ist und den Floßverleih Treibgut in Fürstenberg betreibt, ihre Ideen zu einen Gesamtkonzept zusammengefügt.

Seit Anfang des Jahres verbrachten sie so gut wie jeden Tag auf der Baustelle. Die Denkmalbehörde hatte ein Wörtchen mitzureden, denn der Bahnhof steht seit knapp zwei Jahren unter Denkmalschutz. Der Parkettfußboden, die hölzerne Wandverkleidung und die Deckenbalken sind deshalb aufgearbeitet worden und erinnern an die Geschichte des über 100 Jahre alten und mehrfach erweiterten Gebäudes.

Neugierige Reisende motivieren

Amelie Kemmerzehl und Tom Slotta sind gespannt, wie ihr Ahoi-Shop angenommen wird. Während der Bauarbeiten hatten immer wieder Leute hereingeschaut, die wissen wollten, was dort passiert. „Bisher gab es nur positive Reaktionen, das motiviert“, so Amelie Kemmerzehl. Während des Studiums hat sie in Cafés gearbeitet und sich als Barista ausbilden lassen.

Immer mehr Leben zieht nun im Bahnhof ein, nachdem 1999 die Fahrkartenausgabe geschlossen wurde und Zerfall und Zerstörung sichtbare Spuren hinterließen. Seit vier Jahren gehört Tim Lehmann das Bahnhofsgebäude. „Weil ich kein guter Koch und Brezelbäcker bin, überlasse ich das anderen“, sagt er.

Im Ahoi-Shop kann man in Ruhe seinen Kaffee genießen, bald auch davor. Quelle: Martina Burghardt

Seine Mieter sind rührig. Der Verein Havel-lab richtet gerade einen Raum für den Verstehbahnhof her, in der alten Wartehalle werden Künstler auftreten, und in der ehemaligen Küche soll es irgendwann wieder Mittagessen geben. Seit die „Dampflok“ vergangenen Herbst ausgezogen ist, fehlt so ein Angebot. Mit der Stadt ist man im Gespräch über die öffentliche Nutzung der Toiletten.

Für Tim Lehmann sind all das Bausteine, die sowohl das Bahnfahren als auch das Leben auf dem Lande attraktiver machen. Deshalb ist er froh, dass er kreative Mieter gefunden hat, die das genauso sehen und sich engagieren.

Von Martina Burghardt

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