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Fürstenberg Vorsicht vor haarigen Raupen
Lokales Oberhavel Fürstenberg Vorsicht vor haarigen Raupen
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16:41 28.06.2018
Kiefernprozessionsspinner Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

In einem Gespinst aus weißen Fäden sitzen die Raupen des Kiefernprozessionsspinners wie in einem Knäuel an einem Zweig. Der Anblick ähnelt der haarigen und geselligen Tiere ähnelt dem des Eichenprozessionsspinners. Besorgte Spaziergänger haben so etwas dieser Tage im Wald bei Fürstenberg entdeckt und sich bei der Revierförsterin Anja Daher erkundigt, ob von den Spinnern eine Gefahr ausgeht.

Raupenhaare reizen die Haut

Tatsächlich ist der Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner harmlos. Gefährlich können die Raupen werden, weil sie ständig ihre Brennhaare absondern. Die Härchen werden vom Wind verteilt, lösen beim Menschen Hautreizungen und allergische Reaktionen aus. Deshalb sollte man die Raupen weder aus der Nähe betrachten noch sie berühren. Vorsicht ist also geboten. Das gilt auch für Forstarbeiter, die in solchen Kiefernbeständen arbeiten.

Idealer Lebensraum

„Der Kiefernprozessionsspinner mag armen Sandboden und ernährt sich von den Nadeln der Bäume“, erklärt Anja Daher. Die Kiefernwälder in der Nähe von Fürstenberg bieten dem Insekt deshalb idealen Lebensraum. Es richtet keinen großen Schaden an und wird zwar beobachtet, aber nicht bekämpft.

Gartenbesitzer sollten Vorsicht walten lassen

Anders sieht es aus, wenn eine Gartenkiefer von den Raupen besetzt wird. Ein „Nest“ sollte vom Fachmann entsorgt werden. Experimente mit Rasenmäher oder Feuer würden die Härchen nur richtig aufwirbeln. „Ein Kammerjäger hat die Erfahrungen und Möglichkeiten, um das Gespinst gefahrlos zu beseitigen“, rät Anja Daher.

Larven wechseln den Baum

Seine Eier legt der Kiefernprozessionsspinner an den Bäumen ab. Die Larven schlüpfen ab Mitte April. Ab dem dritten Entwicklungsstadium können die Larven auch auf einen anderen Baum wechseln. Ausgewachsene Larven verpuppen sich im Juli und August acht bis 20 Zentimeter tief in der Erde. Die Falter fliegen nachts von Mitte Juli bis August.

Von Martina Burghardt

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