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Fürstenberg „Man muss dafür gemacht sein“
Lokales Oberhavel Fürstenberg „Man muss dafür gemacht sein“
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19:45 01.05.2018
Roy Lepschies leitet den Ziegeleipark, auf dessen Gelände unter anderem 13 Lokomotiven und zwei Bahnen in Betrieb sind. Quelle: Helge Treichel
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Oberhavel

Strahlender Sonnenschein und die Redaktions-Kollegen überraschten die beiden Radler Freitagmorgen am Ziegeleipark in Mildenberg zur Abfahrt der letzten Etappe der MAZ-Radtour. Ziegeleiparkleiter Roy Lepschies schwärmt von den multimedialen Ausstellungen sowie dem drei Hektar großen Spielplatz mit Riesenrutsche und Riesenschaukel, dem Kleintierzoo und der Bademöglichkeit. Botschaft: Hier kann eine ganze Familie viel Spaß haben. „Früher war das eine Indus­triebrache mit Schrott und Müll“, sagt Lepschies mit Stolz auf das Geschaffene.

Wunderbare Landschaft: Die Tonstiche rund um Mildenberg. Quelle: Helge Treichel

Durch die Tonstichlandschaft – viel kleine Seen, die nach dem Tonabbau rund um Mildenberg im vergangenen Jahrhundert entstanden – geht es los. Unweit der Ziegelei preist eine Anwohnerin die Schönheit ihrer Heimat: „Schauen Sie sich um: viel Grün, viel Wasser, diese Ruhe.“ Zum Einkaufen geht es mit Fahrrad oder Bus ins Dorf. Wohl fühle sie sich, und sicher: „Hier kann man gehen, wohin der Wind einen weht, ohne dass etwas passiert“, sagt die 82-Jährige.

Zwischenstopp in Dannenwalde. Quelle: Helge Treichel

Die gut ausgebaute Fahrradstraße führt vorbei an Burgwall, Marienthal, Zabelsdorf und dem malerischen Wentowsee. In Dannenwalde rasten wir, die hausgemachten Bratkartoffeln von „Petras Bistro“ geben Rückenwind für die letzten Kilometer. Nebenan wird im einstigen „Rasthaus B 96“ fleißig gewerkelt. Im Sommer soll hier der Hofladen einer Fürstenberger Wildfleischerei eröffnen („Richard’s Wild“).

Insgesamt 118 Kilometer lang ist die Strecke – einmal von Süd nach Nord durch den Landkreis Oberhavel. Zwei MAZ-Reporter erkunden den Landkreis per Fahrrad und sammeln unterwegs Geschichten und Fotos von Menschen und Sehenswertem ein. Die fünfte Etappe führt am Freitag (27. April) von Mildenberg über Dannenwalde und Bredereiche nach Fürstenberg – unter anderem entlang der Havel und des Stolpsees.

Neben Wildbraten wird es regionalen Schinken und Wurst geben. „Das Wild stammt von Jägern aus Brandenburg und Mecklenburg/Vorpommern. Hier wird auch eine Wildzerlegeanlage eingerichtet“, berichtet Stefan Lorenzen. Wenn der 36-jährige Zabelsdorfer nicht beruflich auf der Anlage in Dannenwalde tätig ist, genießt er die Ruhe seines Heimatdorfes. Aber er weiß auch: „Man muss dafür gemacht sein. Im Sommer ist viel los, im Winter eben nicht. Wir haben schon Zuzügler erlebt, denen das nichts war. Die waren nach einem Jahr wieder weg.“

Entlang des Weges gibt es viel Alt (Foto) und Neu zu sehen. Quelle: Helge Treichel

Über Bredereiche geht es weiter nach Himmelpfort. Der 500-Seelen-Ort lässt sich als blühende Landschaft bezeichnen: Zahlreiche schmucke und sanierte Häuschen reihen sich unweit des Stolpsees aneinander, viele Ferienwohnungen laden ein. Und: Hier ist was los: „Mindestens eine kulturelle Veranstaltung gibt es jede Woche hier“, sagt Christine Kretschmer. Die 58-Jährige lebt seit einem Dreivierteljahr im Ort und fühlt sich „längst angekommen“.

Christine Kretschmer und ihr Mann leben seit einem Dreivierteljahr in Himmelpfort. Quelle: Helge Treichel

Unter dem Blätterdach des Fürstenwalder Forstes entlang kommen wir dem Ziel nahe, passieren die Gedenkstätte Ravensbrück und stehen schließlich wenig später auf dem Marktplatz der Wasserstadt. Geschafft!

Die MAZ-Radtour durch Oberhavel

Ankunft in Fürstenberg: Helge Treichel (l.) und Nadine Bieneck. Quelle: Helge Treichel

– 118 Kilometer lang ist die Strecke – einmal von Süden nach Norden durch Oberhavel.

– Die MAZ-Reporter Nadine Bieneck und Helge Treichel erkunden vom 23. bis 27. April den Landkreis per Fahrrad und sammeln unterwegs Geschichten und Fotos von Menschen und Sehenswertem aus Oberhavel ein.

– Die fünfte Etappe führte am Freitag (28. April) von Mildenberg über Dannenwalde und Bredereiche nach Fürstenberg – unter anderem entlang der Havel und des Stolpsees.

– Tourimpressionen und Fotogalerien mit vielen Bildern gibt es auf der MAZ-Oberhavel-Seite sowie in der Facebookgruppe „MAZ-Radtour durch Oberhavel“. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Viel Grün und viel Wasser prägen die Landschaft in Oberhavel. Quelle: Helge Treichel

Lesen Sie weiter:

MAZ-Radtour, Etappe 1 am 23. April 2018: „Oberhavel mit dem Drahtesel entdecken

MAZ-Radtour, Etappe 2 am 24. April 2018: „30 Kilometer am Wasser entlang

MAZ-Radtour, Etappe 3 am 25. April 2018: „280 Seelen – Peter Nickel kennt sie alle

MAZ-Radtour, Etappe 4 am 26. April 2018: „Alle Wege führen nach Kraatz

Von Helge Treichel und Nadine Bieneck

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