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Fürstenberg Meisen helfen bei Schädlingsbekämpfung
Lokales Oberhavel Fürstenberg Meisen helfen bei Schädlingsbekämpfung
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01:15 03.06.2018
Elke Franz (l.) und Revierförsterin Anja Daher bringen im Forstrevier Ravensbrück die Nistkästen an. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Die Jungvögel sind geschlüpft und fast flügge. Damit sie das elterliche Nest verlassen können, brauchen sie Futter, und zwar eine ganze Menge. Raupen zum Beispiel sind für Meisen eine Delikatesse. Dass nicht nur der Vogelnachwuchs etwas davon hat, sondern gleichzeitig Schädlinge in Schach gehalten werden, macht sich die Forstwirtschaft zunutze.

500 Nistkästen gebaut

Die Rechnung ist einfach: Mehr Vögel brauchen mehr Nahrung. Aber Meisen sind Höhlenbrüter. Bis auf einige sogenannte Höhlenbäume finden sie in einem bewirtschafteten und relativ jungen Kiefernbestand kaum Möglichkeiten, für ihren Nachwuchs zu sorgen. Deshalb werden in drei Revieren der Oberförsterei Steinförde derzeit 500 Nistkästen für Kohl- und Blaumeisen angebracht.

Schädlingsbefall wird genau beobachtet

In ihrem 1900 Hektar großen Revier Ravensbrück beobachtet Anja Daher sehr genau, welche Insekten sich um die Kiefern sammeln und welche Bäume bereits geschädigt sind. „Blattwespenarten, die Nonne, Spinner und Spanner sind latent vorhanden“, erklärt sie. Nehmen sie überhand, wäre das letzte Mittel die chemische Keule. Aber soweit soll es gar nicht erst kommen. Besser ist es allemal, die natürlichen Kreisläufe zu unterstützen. „Biologischen Forstschutz“, nennt das Anja Daher. Deshalb bleiben beispielsweise die von Spechten „bearbeiteten“ Höhlenbäume stehen, die als Nutzholz sowieso uninteressant sind. Oder es werden eben Nistkästen gebaut. Nicht jedes Jahr, aber immer dann, wenn es die Zeit erlaubt.

Holzwerkstatt in Buchholz

Elke Franz, Carmen Reinicke und Donalt Hübner haben den Winter über in der Holzwerkstatt Buchholz die Vogel-Kinderstuben hergestellt. Hauptsächlich entlang der Wege werden sie mit Aluminiumnägeln an den Bäumen in jüngeren Beständen befestigt. Dieses Jahr ziehen wohl noch keine Vogelpärchen ein, aber im nächsten Jahr sollen sich die Meisen ordentlich vermehren und Raupen vertilgen.

Kästen werden im Herbst gereinigt

Dass sie dabei unter Beobachtung stehen werden, stört sie hoffentlich nicht. Denn die Bestandskontrolle gehört zu den Aufgaben der Revierförsterin. Jeder Kasten hat eine Nummer und ist in einer Karte eingezeichnet. Außerdem müssen die Kästen im Herbst gereinigt werden. Sie sind nach Südosten ausgerichtet, um das Einflugsloch vor Regen, Wind und Sonne zu schützen.

Bereit für die zweite Brut

Warum gerade Kohl- und Blaumeise die Nisthilfen mit den entsprechend ihrer Größe unterschiedlichen Einfluglöchern bekommen, ist leicht erklärt. „Sie sind sehr emsig und nehmen gern solche Kästen an“, sagt Anja Daher. „Wir hoffen, dass recht viele davon belegt werden.“ Vielleicht ja doch schon dieses Jahr - für die zweite Brut.

Von Martina Burghardt

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