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Fürstenberg Heiratswillige lieben die Wasserstadt
Lokales Oberhavel Fürstenberg Heiratswillige lieben die Wasserstadt
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00:22 14.01.2019
Standesbeamtin Nicole Röhl im Trauzimmer im Rathaus Fürstenberg/Havel. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Ganz privat im kleinen Kreis oder in richtig großer Gesellschaft – vom schönsten Tag im Leben haben Paare verschiedene Vorstellungen. Wo und wann man sich das Ja-Wort geben möchte, sind Fragen, die darauf folgen und die manches Brautpaar vor Herausforderungen stellen.

75 Paare getraut

Denn die Orte, an denen man sich in Fürstenberg/Havel trauen lassen kann, scheinen sich immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. Standesbeamtin Nicole Röhl berichtet von 75 Eheschließungen im Jahr 2018, ein Jahr zuvor waren es 50. So viele Anmeldungen hat sie jetzt schon für 2019. „Es gibt bereits Anfragen für 2020“, verrät die 36-Jährige und empfiehlt deshalb die Freitage für eine Trauung. Die meisten wollen an einem Sonnabend heiraten, 40 Paare waren es im vorigen Jahr.

Drei an einem Tag

Nicole Röhl traute im vorigen Jahr 62 Paare – bis zu drei an einem Tag –, ihre Kollegin Undine Wunderlich 13. Die letzte Eheschließung 2018 fand am 28. Dezember statt. Insgesamt 17 Paare waren aus Fürstenberg und den Ortsteilen.

Fröhliche Gesellschaften

Drei Männer-Ehen wurden vergangenes Jahr in Fürstenberg geschlossen. Das war auch für die Standesbeamtin, die seit zweieinhalb Jahren im Rathaus Fürstenberg arbeitet, etwas Besonderes. Gern erinnert sie sich an die fröhlichen Gesellschaften. Manchmal spielt auch der Altersunterschied keine Rolle. Er 74 und sie 45 wurden in Fürstenberg getraut.

Beliebte Trau-Orte

Beliebt bei den Hochzeitspaaren und ihren Gästen sind die Kirche Altthymen (14 Eheschließungen), das Landhaus Himmelpfort (13) und das Gut Boltenhof (12). Im Schloss Tornow fanden sechs Hochzeiten statt, im Haus Dahmshöhe eine. Der sonnige Sommer 2018 beschwerte vielen Paaren einen unvergesslichen Tag.

Die Seen in und um Fürstenberg bieten dafür eine traumhafte Kulisse. Die wird gern genutzt, und ein weiterer Trau-Ort am, besser gesagt im Wasser kommt hinzu: der Kaffenkahn in Fürstenberg. Nicole Röhl freut sich schon sehr auf die Hochzeiten und ist gespannt, ob es dafür weitere Anmeldungen gibt.

Glücklich im neuen Beruf

Nicole Röhl, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Altthymen lebt, wurde selbst vor 15 Jahren in Fürstenberg von ihrer Vorgängerin Heidrun Wegener getraut. Die gelernte Steuerfachangestellte arbeitete in Neustrelitz und bewarb sich auf eine freie Stelle in der Stadtverwaltung Fürstenberg. Dass sie Standesbeamtin werden würde, ahnte sie da noch nicht. Nun ist sie glücklich mit dieser Entscheidung. Bei einer Weiterbildung eignete sie sich das nötige Wissen an und ist regelmäßig in Kontakt mit ihren Kollegen im Landkreis Oberhavel.

Bürokratie ist Teil davon

Bevor Paare ihre Unterschrift unter eine Heiratsurkunde setzen können, haben sowohl sie als auch die Standesbeamten eine Menge zu bedenken. Eine Herausforderung stellen zum Beispiel jedes Mal die Eheschließungen mit Ausländern dar. Dann gelten die Gesetze des Herkunftslandes. Sechsmal war das im vorigen Jahr der Fall. Oftmals dauert es längere Zeit, bis alle nötigen Dokumente beisammen sind.

Guter Rat: rechtzeitig kümmern

Seinen Wunschtermin für die Hochzeit zu bekommen, ist daher eines der kleineren Probleme. Gerade Paare aus Berlin müssen sich rechtzeitig um ihre Eheanmeldung kümmern, das geht nur in dem Standesamt am Hauptwohnsitz. In Berlin kann das lange dauern, und dann ist eine solche Bescheinigung nur ein halbes Jahr gültig. „Ein Paar musste deshalb den Hochzeitstermin in Fürstenberg absagen“, berichtet Nicole Röhl.

29 Heiratswillige kamen voriges Jahr aus Berlin, je zwei aus Frankfurt/Main, Rostock und Dresden, je einer oder eine aus Duisburg, Mühlheim ander Ruhr, Hildesheim und Braunschweig.

Von Martina Burghardt

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