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Fürstenberg Geschwindigkeit auf der B 96 reduziert
Lokales Oberhavel Fürstenberg Geschwindigkeit auf der B 96 reduziert
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17:43 27.07.2018
Fahren in Kolonne auf der B 96 – Lärm und Schadstoffe Tag und Nacht. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Einige Wochen würde es noch dauern, aber dann könnte der Verkehr zumindest nachts langsamer auf der Berliner Straße durch Fürstenberg rollen. Für den Streckenabschnitt in Höhe der Fußgängerampel soll von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gelten.

Philipp Berg wohnt mit seiner Familie an der B 96 in Fürstenberg. Quelle: privat

Philipp Berg wohnt mit seiner Familie auf der Anhöhe an der Berliner Straße, allgemein Berliner Berg genannt. Von Lärm und Schadstoffen genervt, stellte er im Januar einen Antrag auf Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem Bereich und auf ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Beides wurde im März abgelehnt. Philipp Berg legte Widerspruch ein.

Rein rechnerisch ist es nicht zu laut

Nun, ein halbes Jahr später, hat sich die Verkehrsbehörde dazu durchgerungen, zumindest eine nächtliche 30-km/h-Zone einzurichten. Eine Ermessensfrage, wie aus dem aktuellen Bescheid hervorgeht. Denn rein rechnerisch ist es am Berliner Berg gar nicht so laut.

Nachts knapp an der Grenze

Auf der „Grundlage aktueller Daten zur Verkehrsmenge“ haben die Fachleute ausgerechnet, dass die Grenzwerte der Lärmschutzrichtlinie in dem Wohngebiet nicht erreicht werden. Nachts liegt der Wert mit maximal 59 knapp unter dem Grenzwert von 60 Dezibel (dB (A)). Für den Tag wurden maximal 63 dB (A) errechnet, der Grenzwert liegt bei 70.

Übliches Verfahren

Mit der schalltechnischen Berechnung war der Landesbetrieb Straßenwesen im März beauftragt worden. Keine Messung vor Ort, keine Stichproben, keine Momentaufnahme – nur die Berechnung zählt. Doch das sei ein übliches Verfahren, wie die Verkehrsbehörde dem Antragsteller mitteilte: bundesweit etabliert, gerichtsfest und standardisiert.

„Formal“ sei von „keiner Notwendigkeit einer verkehrsrechtlichen Maßnahme auszugehen“, heißt es in dem Bescheid, den Philipp Berg Mitte Juli erhalten hat. „In der Gesamtschau der zu beachtenden Faktoren und der Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung wurde jedoch festgestellt, dass positives Ermessen ausgeübt werden kann.“ Ob sich Philipp Berg damit zufrieden geben will – darüber denkt er noch nach.

Widerspruchsfrist läuft in zwei Wochen ab

Die Widerspruchsfrist gegen diesen Bescheid läuft in zwei Wochen ab. Danach würde die Verkehrsbehörde einen Beschilderungsplan aufstellen. Das dauert voraussichtlich bis Ende August. Es folgt die Anhörung von Polizei, Landesbetrieb Straßenwesen und Stadt Fürstenberg. Erst nach diesem Prozedere würden die 30-km/h-Schilder aufgestellt werden.

Gemeinsam wäre es leichter

Währenddessen rollt die Blechlawine weiter mitten durch Fürstenberg – Tag und Nacht. „Ich habe die Hoffnung“, so Philipp Berg, „dass sich mehr Anwohner mit solchen Anträgen an die Behörden wenden. Vielleicht schaffen wir ja so eine 30er-Zone von Ortsschild zu Ortsschild, wenigstens nachts.“ Gemeinsam wäre die Durchsetzung leichter, ist er überzeugt. Seine Erfahrungen in dieser Sache gibt er gern weiter.

Von Martina Burghardt

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