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Fürstenberger holen sich fulminante Platzierung

Ostdeutsche Meisterschaft der Männerballette Fürstenberger holen sich fulminante Platzierung

Sie haben nicht damit gerechnet: Acht Jungs vom Fürstenberger Jungendfasching ertanzten sich Platz fünf bei der erstmals selbst ausgerichteten Ostdeutschen Meisterschaft der Männerballette in der Wasserstadt. 750 Menschen verfolgten das Spektakel in der Mehrzweckhalle.

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Gelungener Auftritt: Die acht jungen Männer überzeugten die Jury auf ganzer Linie und sicherten sich eine fulminante Platzierung.

Quelle: Uwe Halling

Fürstenberg. „Ein fünfter Platz wäre Bombe.“ Das schrieb der Fürstenberger Carnevals Klub (FCK) am 8. Mai auf seiner Facebook-Seite. Am Sonnabend hat sich der Satz als selbsterfüllende Prophezeiung herausgestellt. Die vom FCK gesandten Tänzer belegten bei der dritten Ostdeutschen Meisterschaft der Männerballette einen mehr als beachtlichen fünften Platz. Für den Club, der erstmals auch als Gastgeber fungierte, war es ein fulminantes Heimspiel.

„Wir sind schwer begeistert“, fasst FCK-Chef Sandro Große die Teamstimmung zusammen. Mit der Platzierung hätte keiner gerechnet. „Man kann es noch gar nicht in Worte fassen.“ Respekt für ihre Darbietung bekamen sie unter anderem vom Sieger ausgesprochen, dem Männerballett aus Finsterwalde, das zum dritten Mal infolge den Wettbewerb für sich entscheiden konnte.

Mit ihrer Harry-Potter-Nummer unterhielten sie Publikum und Jury

Mit ihrer Harry-Potter-Nummer unterhielten sie Publikum und Jury.

Quelle: Uwe Halling

16 Teams aus dem ostdeutschen Raum duellierten sich im Tanzwettstreit. Der Jugendfasching trat für den FCK an. Seit Herbst letzten Jahres trainierten die acht Männer für ihren Auftritt. Pro Woche gute zwei Stunden, immer sonntags. Johann Wanko ist mit 17 Jahren der jüngste, David Röwer (31) der älteste Tänzer. Choreograph Romano Rindfleisch ist 28 Jahre alt. Eine junge Truppe.

Ihre Nummer – eine Harry-Potter-Geschichte – ist der Performance vom letzten Jugendfasching entliehen. „Aber wir mussten viel ändern, um die Statuten fürs Männerballett zu erfüllen“, so David Röwer. Der eigentliche Tanz ging nur fünf Minuten. Für die Meisterschaft mussten es mindestens sieben sein. Hier kam Romano Rindfleisch, der zusammen mit Philip Weingärtner als begabtester Tänzer der Gruppe gilt, ins Spiel.

David Röwer (rechts) spielte Zauberlehrling Harry Potter

David Röwer (rechts) spielte Zauberlehrling Harry Potter.

Quelle: Uwe Halling

Er schlug zusätzliche Schritte und Abfolgen vor. „Wir arbeiten die Tänze dann zusammen aus, justieren nach. Bei uns engagieren sich alle“, sagte er. Kostüme und Make-up wurden aufeinander abgestimmt, die Nummer auf fast neun Minuten ausgeweitet – samt Happy End. „Wir haben die Geschichte etwas umgeschrieben.“ Nackte Haut, wie bei einigen anderen Teilnehmern – ganz nach dem Motto: „Sex sells“ –, gab es keine. Und das kam an. Eine gelungene Mischung aus Sketchen und Tanz.

Am Ende kulminierte alles in einer schnellen, wilden Partyszene. Erfahrung hatten die Jungs im Meisterschafts-Metier nicht. „Andere Gruppe haben Coaches, Choreographen und vor allem ein hohes Budget von teilweise 10.000 Euro“, so David Röwer, der in die Rolle von Harry Potter schlüpfte. Bücher und Filme kennt er nicht. „Nie gelesen, nie gesehen.“

Teilnahme im nächsten Jahr schon anvisiert

Sandro Große lobte die Zusammenarbeit mit allen Akteuren. Die Feuerwehr half, die Versorgung übernahm das Haveleck Steinförde, Jörg Schwenzer sorgte für die Technik, die X-Sisters vom FCK standen am Einlass, die Fürsti Dancer eröffneten das Spektakel, Thomas Hentschel moderierte. „Die Atmosphäre ist unfassbar angenehm“, sagte er über den „kochenden Saal“ mit 750 Menschen. Die Kapazitätsgrenze der Mehrzweckhalle war erreicht. Ein solches Spektakel, das zudem bis in die frühen Morgenstunden friedlich und ausgelassen blieb, hat Fürstenberg noch nicht gesehen.

Nach dem fulminanten Erfolg wollen die Fürstenberger auch im kommenden Jahr bei der nächsten Ostdeutschen Meisterschaft der Männerballette teilnehmen. „Die Jungs sind heiß, sie haben Blut geleckt“, so Sandro Große.

Von Marco Winkler

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