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Funde aus ferner Vergangenheit

Glienicke/Nordbahn Funde aus ferner Vergangenheit

Bei Ausgrabungen in der Gartenstraße 11 haben Archäologen mittelalterliche Fundamentsteine und eine Tierkadavergrube gefunden. Außerdem stießen sie auf Keramikteile, die sogar noch viel älter sind. Ob das Belege für eine frühere Siedlung sind, steht noch nicht fest.

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Die Ausgrabungsstelle in der Gartenstraße.

Quelle: Gemeinde Glienicke/Nordbahn

Glienicke/Nordbahn. Das Grundstück Gartenstraße 11 in der Gemeinde Glienicke/Nordbahn ist derzeit nicht nur eine Baustelle, sondern auch eine kleine archäologische Ausgrabungsstätte. Im vorderen Bereich des Geländes, wo die ersten beiden Wohneinheiten für die Flüchtlingsunterkunft entstehen sollen, stießen die Archäologen auf mittelalterliche Fundamentsteine, auf denen einst ein Haus stand, und eine Tierkadavergrube. Freigelegte Keramikteile lassen eventuell sogar Rückschlüsse auf einen urgeschichtlichen Ursprung zu.

Kraterlandschaft in der Gartenstraße

Hartmut Lettow sitzt an einem Graben und dokumentiert die freigelegten Schichten. Der Archäologe liebt seine Arbeit. Schließlich weiß er vorher nie, was er unter den Erdmassen findet. „Das ist eine spannende Sache. Und jeder von uns hofft immer, dass der ganz große Fund dabei ist.“

Das Areal ähnelt einer Kraterlandschaft

Das Areal ähnelt einer Kraterlandschaft.

Quelle: Gemeinde Glienicke/Nordbahn

Das Areal in der Gartenstraße 11 erinnert derzeit ein wenig an eine Kraterlandschaft. Viele kleine und größere Löcher durchpflügen den Lehmboden. Über die Funktion solcher Gräben und Gruben wissen die Altertumsforscher noch nicht viel. Eine Grube diente jedenfalls als Entsorgungsstelle für Schlachtabfälle. Darauf deuten Teile eines skelettierten Pferdes hin. Dagegen stechen die Fundamentsteine, auf denen früher einmal ein mittelalterliches Haus gestanden haben muss, ins Auge. Und ein Schmankerl für jeden Archäologen: Keramikteile, vermutlich aus der urgeschichtlichen Zeit.

Freigabe für Bauarbeiten steht bevor

Schlussfolgerungen, ob aus all diesen historischen Puzzeln Reste einer urgeschichtlichen oder mittelalterlichen Siedlung auszumachen sind, lassen sich jedoch noch nicht ziehen. Im Bereich der Baustellenausfahrt hatten Lettow und seine Kollegen eine mittelalterliche Bebauung erwartet. Doch diese Vermutung erwies sich als falsch. Noch in dieser Woche werden Grabungsleiter Uli Bauer und seine Kollegen weiter im Boden forschen, um eventuell weitere kostbaren Relikte aus der Vergangenheit zu sichern. Sollten die Altertumsforscher nicht mehr fündig werden, kann in Kürze der Bereich für die weiteren Baumaßnahmen freigegeben werden. Im hinteren Teil des Grundstücks gossen die Bauarbeiter bereits das Fundament, dort ergaben sich keinerlei archäologische Hinterlassenschaften.

Die Archäologen bei der Arbeit

Die Archäologen bei der Arbeit.

Quelle: Gemeinde Glienicke/Nordbahn

Von MAZonline

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