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Oberhavel Fußballer bangen um ihr Vereinsheim
Lokales Oberhavel Fußballer bangen um ihr Vereinsheim
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11:07 13.03.2017
Ortsvorsteher Jens Pamperin kann den Frust der Fußballer gut verstehen. Die Friedrichtshaler möchten sich bei den Plänen einfach einbringen.   Quelle: Andrea Kathert
Friedrichsthal

 „Die Fußballer sind echt schon stinksauer auf mich“, sagt Friedrichsthals Ortsvorsteher Jens Pamperin. „Und das kann ich sogar verstehen“, schiebt er hinterher. Denn der Ortsvorsteher muss die Sportler seit Wochen immer wieder vertrösten und hinhalten, weil er ihnen auch nicht genau erklären kann, was eigentlich auf dem gesamten Sportgelände an der Friedrichsthaler Chaussee geplant ist.

Fakt ist, dass die Friedrichsthaler Fußballer schon seit Jahren einen zweiten Fußballplatz haben möchten. Denn beim SV Friedrichsthal trainieren im Moment drei Männer-, eine Frauen- und drei Kindermannschaften. „Und wir bekommen jetzt sogar noch eine neue Kindermannschaft dazu“, sagt Pamperin. Logisch, dass nicht 130 Fußballer die ganze Woche über auf dem guten Rasenplatz trainieren können, auf dem die Punktspiele laufen. „Ne, trainiert wird hier auf dem Übungsplatz“, sagt Pamperin und zeigt auf einen kleinen, aufgewühlten Rasenplatz, der im Moment eher einer Pferdekoppel ähnelt, so mitgenommen sieht er aus.

Der kleine Trainingsplatz in Friedrichsthal ist arg strapaziert. Die 130 Fußballer wollen seit Jahren einen neuen Platz zum Trainieren. Quelle: Robert Roeske

Doch nicht genug damit, dass die Fußballer schon ewig auf einen zweiten Platz warten. Nun stehen auch noch die Pläne im Raum, dass auf besagtem Übungsplatz die neue Grundschule errichtet werden soll. Wahrscheinlich wird der Neubau direkt an die Turnhalle angedockt. „Das habe ich aber auch nur so vom Baustadtrat gehört“, meint der Ortsvorsteher. Genaue Informationen hat er aus der Stadtverwaltung noch nicht bekommen. „Ich habe schon mehrmals um einen Ortstermin gebeten“, stöhnt Pamperin. Man müsste doch mal über alle Ideen und Befindlichkeiten gemeinsam reden. Doch von der Stadt werde er nur hingehalten. Auch die Schulleiterin wisse nichts Konkretes. „Schlechter kann man nicht miteinander kommunizieren.“

Von sämtlichen Fußballern bekommt der Ortsvorsteher mächtig Feuer. „Die machen sich natürlich Sorgen, was aus dem Platz und ihrem Vereinsheim werden soll“, sagt Jens Pamperin. Verständlich, steckt doch ’ne Menge Arbeit in dem kleinen Vereinslokal. Erst im letzten Jahr ist alles saniert worden.

Alle auf einem Trainingsplatz

Im Friedrichsthaler Sportverein spielen zurzeit etwa 130 Fußballer. Es gibt drei Männer-, eine Frauen- und drei Kindermannschaften.

Der Verein hat jetzt vier neue Trainer dazu bekommen und will noch mehr Kinder trainieren.

Sämtliche Fußballer trainieren auf einem kleinen Rasenplatz neben dem Hauptplatz.

Montags bis freitags wird der Platz nachmittags und abends für Training und zusätzlich für den Spielbetrieb der Kinder genutzt.

 Sollte auf dieser Fläche der Schulneubau errichtet werden, wird um so dringenden ein zweiter Fußballplatz gebraucht. Denn auch die Kinder der Grundschule würden dann dort künftig ihren Sportunterricht abhalten.

Viel Ausweichplatz gibt es nicht auf dem Areal. Wo der zweite Platz hin könnte, weiß Pamperin auch. Hinter dem Zaun schließt sich in Richtung Kanal ein Waldstück an. Die Frage ist auch, was aus dem Parkplatz wird. Und wichtig sei, wenn der jetzige Trainingsplatz bebaut wird, muss vorher der zweite Platz für die Fußballer fertig sein. „Und wenn wir keinen großen Platz haben können, müssen wir eben mit einem kleineren leben.“ Die Friedrichsthaler sind kompromissbereit. Doch dann muss dieser Platz Kunstrasen haben. Denn auch die Grundschüler würden dann dort ihren Sportunterricht abhalten. Sieben aktive Mannschaften plus rund 140 Grundschüler – so viel Fußballschuhe hält kein Naturrasen aus.

Eigentlich wollen Pamperin und die Friedrichsthaler nur rechtzeitig bei den Plänen ihre Ideen und Wünsche miteinbringen. Vorschläge haben die Sportler genug parat. Der Trakt zwischen Turnhalle und Vereinsheim könnte beispielsweise aufgestockt werden für dringend nötige Umkleideräume, statt die hinten anzubauen. Auch ein Durchbruch zur Turnhalle für eine Tribüne wäre sinnvoll. „Wir sparen doch kein Geld, wenn später wieder was umgeplant wird“, findet der Ortsvorsteher. Seine Befürchtungen sind, die Stadt könnte glauben, ein zweiter Platz wäre gar nicht nötig.

So schnell gibt es wohl keinen Ortstermin. Von Heidrun Gassan, Amtsleiterin für Grundstückswirtschaft, war zu hören, die Stadt möchte sich zunächst verwaltungsintern abstimmen. Hierzu gebe es in der nächsten Woche beim Bürgermeister entsprechende Termine.

Von Andrea Kathert

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