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Fußweg zur Briese auf Platz 1

Bürgerhaushalt Hohen Neuendorf Fußweg zur Briese auf Platz 1

Mehr als 100 Vorschläge für den Bürgerhaushalt 2017 waren eingegangen. Neun von ihnen haben eine reelle Chance, realisiert zu werden. Die Reihenfolge wurde von den Stadtverordneten empfohlen.

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Während der Wahlveranstaltung für den Hohen Neuendorfer Bürgerhaushalt 2017.

Quelle: Stadtverwaltung

Hohen Neuendorf. Da waren sich die Kommunalpolitiker einig: Einstimmig empfahlen sie, die Wiesenstraße bis zur Briesebrücke wieder begehbar zu machen und so einen Fußweg von Hohen Neuendorf zur Briese beziehungsweise zum S-Bahnhof Birkenwerder zu schaffen. Dazu müssten etwa 50 Meter Fußweg entlang der Briese aufgeschüttet oder aufgeständert werden, was laut Schätzung rund 40 000 Euro kosten würde. Allerdings muss erst noch die Genehmigungsfähigkeit geprüft werden, da alles innerhalb eines flächenhaften Naturdenkmals und Bodendenkmals gelegen ist. Auf der Seite von Birkenwerder ist der Weg bereits befestigt.

Dieses Projekt landete auf Platz 1 der Vorhaben, die im Zuge des Bürgerhaushalts 2017 vorgeschlagen worden waren. Die Stadtverordneten hatten zuerst über die Projekte mit den meisten Stimmen pro Kategorie abgestimmt und zwar in der Reihenfolge der abnehmenden. „So soll gewährleistet werden, dass nicht immer nur Sport, sondern auch die wichtigsten Senioren-, Umwelt- und sonstigen Themen umgesetzt werden können“, erläutert Marketing-Fachbereichsleiterin Ariane Fäscher. Das Projekt mit den meisten Bürgerstimmen im Bereich Stadtteilprojekte habe allerdings keine Mehrheit bekommen, sodass dann hier der „Nachrücker“ vom zweiten Platz favorisiert wurde. Anstelle von Nummer „32“ „Mehr Feste“ ist jetzt Nr. „34“ aufgerückt – auf Rang 6 in der Gesamtwertung. Das beinhaltet, einen Basketballkorb in Borgsdorf zu installieren, etwa am Waldspielplatz oder „Drachenspielplatz“ Veranschlagte Kosten dafür: rund 10 000 Euro.

Die Plätze entsprechen der Reihenfolge, in der die Projekte umgesetzt werden sollen, so Ariane Fäscher. Entfällt ein Projekt der Liste, weil es zum Beispiel keine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde für den Ausbau des Briesesteigs geben würde, würden die anderen Projekte bis zur Grenze des Budgets von 100 000 Euro nachrücken. Die Erfahrung zeige allerdings , dass die tatsächlichen Kosten der Projekte meist etwas von den Schätzungen abweichen.

Vier Jahre Bürgerhaushalt in Hohen Neuendorf

Zum vierten Mal in der Stadtgeschichte Hohen Neuendorfs wurde in diesem Jahr ein Bürgerhaushalt aufgelegt. Zum ersten Mal war das 2014 der Fall.

Das verfügbare Budget beträgt wie in den Vorjahren insgesamt 100 000 Euro. Dieses Budget wäre in diesem Jahr laut Kostenschätzung mit den neun bestplatzierten Projekten aufgeschöpft.

Alljährlich war die Einwohnerschaft aufgerufen, Investitionsvorschläge für diese Summe zu machen.

Am 8. März endete die Frist zum Einreichen von Vorschlägen für den diesjährigen Bürgerhaushalt. Mehr als 100 Vorschläge sind eingegangen und wurden für die Abstimmungsveranstaltung am 10. Mai geprüft und mit Themenkategorien aufbereitet.

Platz 2 beinhaltet die Aufwertung des Rudolf-Harbig-Stadions durch die Anschaffung einer weiteren Hochsprunganlage für Schulsport, Training und Landesmeisterschaften. Kosten: 9000 Euro. Auf Platz 3 landete das Schaffen von Brutstellen für Mauersegler und Schwalben in Hohen Neuendorf. Die zehn Nistkästen für rund 1500 Euro sollen auf Grünanlagen und Parkplätzen installiert werden. Auf Platz 4 kam der Vorschlag, für 6000 Euro ein Fußballtor auf dem Osramplatz aufzustellen. Zusätzliche Bänke und ein Tisch aus Steinmaterial sollen auf Platz 5 an der Ecke Niederbarnimer-/Summter Straße installiert werden.

Nach dem bereits genannten Platz 6 landete die Anschaffung einer mobilen Eislauffläche ohne Kühlung, die in 60 Minuten aufgebaut ist, auf Rang 7 (6500 Euro). An achter Stelle sollen Outdoor-Fitnessgeräte an Knotenpunkten in Hohen Neuendorf und Bergfelde aufgestellt werden. Drei Geräte kosten 15 000 Euro. Die insgesamt 100 000 Euro würden dann kaum noch für das Installieren von Trinkbrunnen in der jeweiligen Mitte der vier Stadtteile ausreichen. Hier sind die Kosten mit 8000 Euro pro Brunnen beziffert.

Von Helge Treichel

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