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Gärtnern mit Zahlencode

Oranienburg Gärtnern mit Zahlencode

Alle 21 Beete im Oranienburger Bürgergarten sind vergeben – die Pflege sieht jeder etwas anders. Aber ist ein Garten, in dem Arbeit, Erholung, gegenseitiges Kennenlernen und diskutieren gleichermaßen möglich sind. Jeder ist willkommen.

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Arne Probandt freut sich über jeden, der in den Bürgergarten kommt.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Alle Gärtner kennen den Zahlencode des Schlosses am Zaun. Und wer sich auch für den Oranienburger Bürgergarten interessiert, sollte sich an Joachim Richter-Geißler (0160/3 09 26 65) oder Arne Probandt wenden, beide betreuen das Projekt des Evangelischen Bildungswerkes, das noch viele Unterstützer hat. Oder man kommt dienstags von 10 bis 13 oder donnerstags von 13 bis 17 Uhr vorbei. Oder aber die Tür steht offen, weil Gärtner am rumwurzeln sind.

Der Bürgergarten befindet sich in der Fischerstraße 8 und misst 800 Quadratmeter. Im ersten Sommer an diesem Standort ist – dank des Regens – eine Blumenoase erblüht. Aber es hat auch Verluste gegeben: Manches Tomatenbeet scheint wegen der Braunfäule aufgegeben und auch die Kartoffeln mussten schon raus. Alle 21 Beete sind inzwischen vergeben. Zwei Anfragen gibt es noch, unter anderem von einer syrischen Familie. Und ganz hinten wird die Kita „Kleine Fische“ noch ein Stück beackern. Gerade wird neuer Platz geschaffen.

Jeder der Gärtner sieht die Pflege etwas anders: Ein Stück ist akribisch gepflegt und voller Sonnenblumen, Schnittlauch und Portulak, auf anderen wuchert Unkraut. Hier hat man die Lust verloren. Es gibt erfahrene Ex-Kleingärtner und absolute Neueinsteiger. Auch Flüchtlingsfamilien haben ein Stück urbar gemacht. „Es geht uns ja darum, gemeinsam etwas zu tun, für sich, die Gemeinschaft, sich dabei kennenzulernen. Vorurteile abzubauen“, so Arne Probandt. „Aber wir haben uns gerade auch eine neue Gartenordnung gegeben: Darin ist unter anderem geregelt, ohne Chemie zu gärtnern, keinen Müll rumliegen zu lassen, nicht fremd zu ernten. Und wer seinen Garten mehr als vier Monate vernachlässigt, muss ihn abgeben.“ Was jeder pflanzt, bleibt jedem selbst überlassen. Nur das Obst der Bäume wird gemeinsam geerntet.

Ab 22. September wird es im Garten eine interkulturelle Woche geben, mit Essen, Musik und Gesprächen, kündigt Probandt an. 2018 wollen sich die Bürgergärtner bei der Pflanzaktion auf der Bernauer Straße unter den Linden mitmachen und ihr altes Gartenhaus in Schuss bringen. Handwerker sind wie jeder andere auch sehr willkommen.

Von Heike Bergt

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