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Oberhavel Gala zum Jubiläum im Scheunenviertel
Lokales Oberhavel Gala zum Jubiläum im Scheunenviertel
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11:22 15.04.2016
Gratulieren Theater-Chef Andreas Dalibor: Die Hengstmannbrüder Sebastian und Tobias. Quelle: Marco Winkler
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Kremmen

„Die Welt schaut rauf zu meinem Fenster“, sang Andreas Dalibor am Mittwochabend. Das vor zehn Jahren von ihm gegründete Theater „Tiefste Provinz“ feierte sein Jubiläum. „Es ist vorbei“, wie es im Song „Junimond“ heißt, trifft auf die Kulturstätte im Kremmener Scheunenviertel nicht zu. Das Rio-Reiser-Stück erklang aus Dalibors Leidenschaft für den Liedermacher – mit dem er ein wenig das Chaotische teilt.

So erfährt Kabarettist Martin Buchholz erst kurz vor Beginn der Feier, dass er moderieren soll. Irgendwo klemmte die Kommunikation. Aber er macht es – gewohnt bissig. Weiteres Beispiel: Mitten in einem Song klingelt Andreas Dalibors Handy. Sein Bruder ist dran. Das Theater „Tiefste Provinz“ lebt von dieser Art sympathischer Planlosigkeit.

Vor 10 Jahren stürzten sich „drei Geburtshelfer“ mitten ins Chaos. Birgit Neumann-Hannebauer, ehemalige Vize-Bürgermeisterin von Kremmen, packte von Anfang an mit an, sorgte für die Bereitstellung öffentlicher Fördermittel. Inforadio-Reporter Dietmar Ringel berichtete über die neue Kulturerscheinung im Flächenland und machte mit seinen Berichten Liedermacherin Barbara Thalheim neugierig. Sie spielte kurze Zeit später in der Scheune. Andere Künstler folgten, Jahr für Jahr.

Glückwünsche gab’s auch von Kremmens ehemaliger Vize-Bürgermeisterin Birgit Neumann-Hannebauer. Quelle: Marco Winkler

Dabei war der Anfangsgedanke des Theaters: „Viel saufen, bisschen Musik machen“, so Dalibor. Als Proberaum für die eigene Band war’s gedacht, samt Tonstudio. Gesungen wurde nicht viel, dafür gearbeitet. Verputzen, vermauern, fliesen. „Mit einer Motorradgang haben wir die Scheune ausgebaut“, erinnert sich der Chef. Immer dabei: Ute, Matze und Frankie. Bis heute stehen sie helfend an seiner Seite. Und sie beweisen: die Kulturwüste Oberhavel gibt es nicht, das Theater flutet den Kreis mit Kabarett, Musik, Comedy. „Das Theater ist ein bisschen ein Selbstläufer geworden“, sagt Andreas Dalibor. „Werbung gibt es kaum.“ In einer Bank liegen Flyer, den Rest erledigt die eigene Website und die lokale Presse.

Zum Jubiläum gab es ein Potpourri vergangener Jahre. Martin Buchholz bewies, dass das tot gesagte politische Kabarett noch lebendig ist und erzählte von der „Kukident-Ektase“ seiner Großmutter-Groupies. Barbara Thalheim sang von Liebe zwischen dem ehemaligen Grenzzaun. Die Hengstmannbrüder echauffierten sich über die Skandale bei VW und in der Fifa und Comedian Dittmar Bachmann umriss seine Kindheit zwischen „Wickie“ und Schuldisco. Dietmar Ringel und MAZ-Reporter Robert Tiesler, die mit ihrem „Brunch-Talk“ prominente Gäste in die Scheune lockten, holten die „Provinz“-Crew auf die Bühne.

Selbst Landrat Ludger Weskamp (SPD) besuchte das Jubiläum. Das Theater trage „wesentlich dazu bei, den Kulturkreis Oberhavel zu erweitern“, sagte er. Über 300 Veranstaltung in zehn Jahren sind das Resultat. Der Name sei selbst-ironisches Programm. Erstmals sah er den Theater-Chef in einem Video auf YouTube ein Lied singend – im Tutu. In zumindest kurzer Hose richtete Spargelhof-Chef Malte Voigts das Wort an den Ehrenbürger Kremmens: „Du bist ein Vorbild für mich.“

Von Marco Winkler

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