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Gasalarm in Marwitz

Leck in der Leitung Gasalarm in Marwitz

Bei Erdarbeiten zum Herstellen einer neuer Auffahrt hat ein Anlieger der Ritterstraße in Marwitz am Montag gegen 11.45 Uhr mit einem Minibagger eine Versorgungsleitung beschädigt. Es trat eine erhebliche Menge Gas aus. Neun Anwohner mussten aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen zeitweilig verlassen. Gegen 12.35 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

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Neun Anwohner mussten nach dem Leck an der Gasleitung in der Marwitzer Ritterstraße ihre Häuser aus Sicherheitsgründen zeitweilig verlassen.

Quelle: Helge Treichel

Marwitz. Ein Eigenheimbesitzer verursachte am späten Montagvormittag ein Leck an einer Erdgasleitung in der Ritterstraße in Marwitz und löste damit gegen 11.45 Uhr einen Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Neun direkte Anwohner mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen. Die Ritterstraße wurde gesperrt.

Der Mann hatte die Gasleitung beschädigt, als er seine Auffahrt erneuern wollte. Dabei hatte der 31-Jährige per Handschachtung diverse Leitungen freigelegt. Beim Entfernen des lockeren Erdreiches mit einem Minibagger kam es zum Unfall: Die Erdgasleitung wurde beschädigt und es traten für zirka 30 Minuten erhebliche Mengen an Gas aus. Kurz nach 12 Uhr traf der Entstörungsdienst ein, 15 Minuten später auch Mitarbeiter der Firma Rohr- und Anlagenbau Königs Wusterhausen (RAKW). Gegen 12.35 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Anwohner durften in ihre Häuser zurückkehren.

Während der Baggerarbeiten hatte der Eigenheimbesitzer plötzlich einen ungewöhnlichen Gasgeruch wahrgenommen und zunächst geglaubt, dass dieser vom Bagger stammt. Als er der Ursache auf den Grund gehen wollte und den Motor abgestellt hatte, vernahm er ein lautes Zischen. Schnell wurde ihm klar, dass er die Hausanschlussleitung ans Gasnetz beschädigt hatte. Aus einem zirka drei mal einem Zentimeter großen Schlitz strömte das unter einem Bar Druck stehende Gas aus. „Es war ganz schön beängstigend, wie es gezischt hat“, sagt der Mann später im Gespräch mit dem zu Hilfe geeiltem Handwerker.

Rohrnetzbauer Ulf Peschutter  bei der Reparatur des beschädigten gelben Rohrstücks, das vor ihm liegt und gut  zu erkennen ist

Rohrnetzbauer Ulf Peschutter bei der Reparatur des beschädigten gelben Rohrstücks, das vor ihm liegt und gut zu erkennen ist. Nach seinen Worten war die Leitung nur 30 bis 40 Zentimeter tief verlegt. Laut Vorschrift müssten es 50 bis 60 Zentimeter sein.

Quelle: Helge Treichel

Rohrnetzbauer Ulf Peschutter von der Firma RAKW schloss das Gasleck nach zirka 30 Minuten. Er stieg in die Baggermulde und klemmte das Kunststoffrohr mit einer Quetschvorrichtung ab. Im Anschluss entfernte er den beschädigten Rohrabschnitt und setzte ein Ersatzstück ein. Zusätzlich montierte er Gasströmungswächter, die bei künftigen Beschädigungen den Gasfluss sofort selbsttätig unterbrechen. Unfälle wie dieser, bei denen große Mengen Gas ausströmen, können so verhindert werden.

Nachdem das Gasleck geschlossen war, lüftete die Familie ihr Haus gründlich, um einer möglichen Explosion vorzubeugen. Es genüge bereits ein Anteil von 4 bis 16 Prozent Erdgas in der Luft, um ein explosives Gemisch zu erzeugen, das mit einem Funken gezündet werden kann. „Da genügt schon der Funke am Lichtschalter“, sagt Ulf Peschutter.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst kamen in der Marwitzer Ritterstraße zum Einsatz

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst kamen in der Marwitzer Ritterstraße zum Einsatz.

Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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