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Oberhavel Gaudi mit den Trecker-Kerls
Lokales Oberhavel Gaudi mit den Trecker-Kerls
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00:18 14.07.2017
Dieter Gaudian und seine Trecker-Kerls aus Kremmen waren die Attraktion bei den Kindern in Hohenbruch. Auf einer langen Gummimatte konnten sie sich übers Feld ziehen lassen.
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Hohenbruch

Mit 20 Stundenkilometern tuckert Dieter Gaudian über das Feld, hinter seinem Trecker zieht er eine lange Gummimatte. Darauf johlen vier Steppkes, reißen die Arme in die Höhe. „Das war toll“, sagt Ludwig (7) nach der Fahrt. Die Maschinen der „Trecker-Kerls“, einem Kremmener Verein von Trekker-Fans, war das Highlight beim Dorffest am Sonnabend auf der Belafarm. Für die Kremmener war es eine Ehrensache, dabei zu sein. „Wir sind mit unseren Maschinen auf vielen Festen in der Region, und das hier ist doch eine tolle Sache“, so Marcel Steinke, der auch mit dem Trecker zum Fest getuckert war.

Ein paar Meter weiter gab es Kinderschminken oder Hüpfeburg, der Zuckerwatte-Mann bot süße Leckereien in Geschmacksrichtungen von Zitrone über Apfel bis Tutti-Frutti an und auf einem kleinen Spielfeld jagten die Kinder bei einem Fußballturnierchen dem Ball nach. Vorne, im Eingangsbereich der Belafarm, konnten die Kinder auf vier Islandpferden reiten. Manja Schwarzbach wuselte ständig auf dem Platz umher. Zusammen mit ihrer Freundin Ilka Urban hat sie das Fest in diesem Jahr zum dritten Mal organisiert. 2014 stellten die beiden Frauen die kleine Veranstaltung zum ersten Mal auf die Beine. Damals sei im Ort schlicht nichts los gewesen. Für ein bisschen Gaudi fuhren sie zu Kremmener Veranstaltungen, nach Velten zum Hafenfest oder nach Neuruppin zum Martinimarkt. „Bei uns hier gab es eigentlich nur das Osterfeuer. Also haben wir es mit dem Fest versucht.“

Das Geld für die Veranstaltung kommt zum größten Teil von Sponsoren, 1000 Euro steuert die Stadt Kremmen bei. Im ersten Jahr war der Platz der Belafarm voll, obwohl es gegossen hat. Das zweite Jahr waren es über 40 Grad, die Gäste machten sich eher rar. 2016 fiel die Veranstaltung dann ganz aus. Und so haben die beiden Frauen und acht ehrenamtliche Helfer, die auch beim Aufbauen halfen, in den vergangenen Wochen kräftig die Werbetrommel gerührt. Insgesamt 30 Werbeschilder und über 200 Flyer haben sie in Sommerfeld, Beetz oder Johannistal verteilt.

Zu den Helfen gehört auch Philipp Kreß. Er ist froh, dass es das Fest gibt. „Sonst ist bei uns ja wenig los. Der letzte Bus nach Kremmen fährt um kurz vor 19 Uhr“, sagt der 16-Jährige. Er würde sich mehr Veranstaltungen wie das Fest in seinem Heimatort wünschen. Ob Manja Schwarzbach und Ilka Urban die Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder auf die Beine stellen, ist noch ungewiss. Der Aufwand sei groß, genau wie das finanzielle Risiko. „Es kann auch sein, dass wir es erst in zwei Jahren wieder machen.“

Von Marco Paetzel

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