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Geballte Medienkompetenz

Velten Geballte Medienkompetenz

Brandenburgs neue Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) nutzte am Mittwoch die Gelegenheit, dass der Veltener Jugendclub „Oase“ vom Landesfachverband Medienbildung Brandenburg zum 16. Standort eines Jugendinformations- und Medienzentrums ernannt wurde, um sich die offene Jugendarbeit in der Ofenstadt anzusehen.

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Matthias Specht (Geschäftsführender Referent LMB), Jana Kahrau (Projektleiterin der Oase) und Bildungsministerin Britta Ernst (v.l., SPD) mit dem neuen JIM-Schild.

Quelle: Enrico Kugler

Velten. Was sind eigentlich Medien? Die Antworten von Veltener Jugendlichen prangen auf gelben Klebezetteln an der Wand des Jugendclubs Oase: Politik, Buch, Youtube, Whats App, Handy, Zeitungen, Instagram, Facebook, Google und gleich mehrmals Werbung. Rundfunk und Fernsehen fehlten.

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Veltens Jugendclub „Oase“ wurde vom Landesfachverband Medienbildung Brandenburg zum Jugendinformations- und Medienzentrum, kurz JIM ernannt.

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Gestern erhielt der vor zwanzig Jahren gegründete Jugendclub als sechszehnte Einrichtung im Land Brandenburg die Auszeichnung Jugendinformations- und Medienzentrum, kurz JIM. Landrat Ludger Weskamp (SPD) erinnerte an Michael Endes Kinderhelden Jim Knopf, auch der sei neugierig gewesen. Und so werde sich zukünftig auch die „Jim Oase Velten“ eine völlig neue Welt erschließen können. Eine Welt in der man sich verlieren könne, wie Brandenburgs neue Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in ihrer Rede betonte.
Es war einer der ersten Auftritte der seit 28. September im Amt befindlichen Ministerin, die sich freute, dass es mit irischer Folkmusik und einem „schönen Text“ auch einen kulturellen Input gegeben habe. Außerdem habe sie interessiert dem Bericht von Stefan Zaboroswski, dem Leiter der SPI-Stiftung Brandenburg, seit 2010 Träger des Jugendclubs, aus dem Arbeitsalltag im Bereich der offenen Jugendarbeit gelauscht. Diese Arbeit wird sich in Velten zukünftig verstärkt auch dem Bereich Medien zuwenden. Dazu hat Jugendclubmitarbeiter Uwe Drieschmann in 30 Tagen die Ausbildung zum Medienpädagogen abgeschlossen. Eine der geforderten Standards, um ein JIM-Standort zu werden.

20 Stunden pro Woche muss Drieschmann zukünftig medienpädagogische Angebote aus sechs Handlungsfeldern den Jugendlichen anbieten. Und mit mindestens einer Schule am Ort zusammenarbeiten. So lauten weitere JIM-Kriterien, erklärte Matthias Specht, geschäftsführender Referent des Landesfachverbandes Medienbildung Brandenburg (LMB), die seit 2005 Jugendmedienzentren im Land zertifizieren.

Es sei ein verantwortungsvolles Angebot, betonte Britta Ernst. „Sie gehen das Wagnis ein, sich auf ein Medium einzulassen, dessen Zukunft sie auch nicht kennen.“ Daher müsse man auch stets die Risiken mit im Blick behalten, und die Jugendlichen darüber aufklären, wie man mit Daten umgehe und wie man Fakenews von echten Nachrichten unterscheiden kann.

Von Ulrike Gawande

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