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Gefährliche Köder für Hunde entdeckt

Schildow Gefährliche Köder für Hunde entdeckt

Die Warnung vor gefährlichen Fleischködern für Hunde macht seit Wochenbeginn auf der Facebookseite „Mühlenbecker Land“ die Runde. Die Rede ist von mit Nägeln präparierten Ködern, aber auch von verdächtigen Fleischstücken, die vergiftet sein könnten. Die Hundebesitzer rufen sich gegenseitig zu besonderer Vorsicht auf.

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Ein präparierter Wurstköder.

Quelle: dpa

Schildow. „Hallo Hundefreunde, in Schildow an der Pferdekoppel wurden Fleischköder mit Nägeln gefunden (Mönchmühler Straße)!!!! Passt auf eure Hunde auf...“ Diese Warnung machte am Montagabend in der Facebook-Gruppe „Mühlenbecker Land“ mit 1420 Mitgliedern die Runde. Die Gemeinschaft reagiert sofort – mit angewiderten Kommentaren. „Ich kriege das Kotzen, nicht schon wieder. Unser Rüde hatte vor zwei Jahren Gift in Schildow gefressen und hat zum Glück gerade so überlebt. Also passt alle schön auf!“, schreibt zum Beispiel Tanja Lude.

Noch am selben Abend reagiert auch Dennis Wessollek, der selbst zwei Hunde hat. Der junge Schildower berichtet davon, dass seine Tiere am Vorabend gegen 23.40 Uhr an der Ecke Franz-Schmidt-Straße/Lindenstraße zwei große Fleischscheiben fanden und sie fressen wollten. „Da wir sie generell an der Leine führen, haben wir dies mitbekommen und sie weggezogen“, sagt er. Die beiden marinierten rohen Steaks habe er in einer Tüte mitgenommen und entsorgt, „weil wir öfter mal in den Zeitungen oder den Facebookgruppen von möglichen Giftködern hören“. Am Montag habe dann ein Kumpel angerufen und erzählt, dass sein Hund in der Tierklinik ist und keiner weiß, was mit ihm ist. Wessollek war alarmiert: „Daraufhin haben wir die Fleischscheiben in die Schönfließer Tierklinik gebracht, um diese eventuell untersuchen zu lassen.“ Vielleicht ergäben sich nicht nur Hinweise, ob es sich tatsächlich um Giftköder handelt, sondern auch zu einer möglichen Ursache für die Gesundheitsprobleme vom Hund des Freundes. Der ist am Abend vorerst nach Hause gelassen worden, muss aber noch mal zur Untersuchung in die Klinik.

Bei der Hennigsdorfer Polizei derzeit nur ein Fall bekannt

Der Kripo-Chef in Hennigsdorf hat einen Fall auf dem Tisch, bei dem ein Hund in Schildow ebenfalls einen Giftköder gefressen haben könnte. Der Tierarzt habe den Mageninhalt an ein Labor geschickt, berichtet Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Darüber hinaus seien in den vergangenen Wochen keine Fälle aktenkundig geworden. Die Sprecherin rät dazu, die Polizei über verdächtige Köder zu informieren, am besten den zuständigen Revierpolizisten. Der könne dann Zusammenhänge zwischen derartigen Meldungen erkennen und Rückschlüsse ziehen. Auch, wenn bereits mehrere Tiere in einem bestimmten Ortsteil erkrankt oder verschwunden sind.

Die Mitarbeiter der Tierärztlichen Praxis in Schönfließ wollten auf Nachfrage keine Auskunft zu dem Thema geben.

Es komme immer wieder mal vor, dass in den Facebook-Gemeindegruppen Mühlenbecker Land oder Glienicke/Nordbahn jemand darüber berichtet, „dass es Hunden schlecht geht oder solche Köder gefunden wurden“, sagt Dennis Wessollek. Er selbst empfindet das als Warnung. Und es sei auch anderen Hundebesitzern zu empfehlen, ihre Tiere an der Leine zu führen und darauf zu achten, dass diese nichts fressen, was ihnen Frauchen oder Herrchen nicht hinstellt. Zudem sollten Besitzer von Katzen, die Freigänger sind, auf die Gesundheit der Tiere achten, rät der Hundebesitzer. Wessollek hat jedenfalls seine Schlüsse gezogen.

Kontakt zu den Revierpolizisten

Der Polizeiposten in Mühlenbeck befindet sich in der Hauptstraße 9. Eine reguläre Sprechzeit ist dienstags von 15 bis 18 Uhr eingerichtet. Zudem können Termine vereinbart werden.

Toni Luthardt ist für die Ortsteile Mühlenbeck und Zühlsdorf zuständig und unter  033056/42 00 90 zu erreichen.

Kay-Uwe Jeschow ist für die Ortsteile Schildow und Schönfließ zuständig und unter 033056/42 00 61 zu erreichen.

Außerhalb der Sprechstunde ist das Polizeirevier Hennigsdorf jederzeit erreichbar unter  03302/80 30.

Von Helge Treichel

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