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Gefängnis nach rassistischen Sprüchen

Gerichtsverhandlung in Oranienburg Gefängnis nach rassistischen Sprüchen

Weil ein Hennigsdorfer im Oktober 2014 mehrere Asylbewerber in einem Dönerladen derbe rassistisch beleidigt und angegangen haben soll, wurde der Mann zu einer Haftstrafe von 12 Monaten verurteilt. Es war nicht die erste Straftat, die sich der Hennigsdorfer geleistet hatte.

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Der Mann geht in den Knast.

Quelle: Stähle

Hennigsdorf / Oranienburg. Sein Geständnis ermöglichte der Richterin am Montag einen kurzen Prozess: Robert K. musste sich vor dem Amtsgericht Oranienburg wegen Volksverhetzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Der Hennigsdorfer ist kein unbeschriebenes Blatt, mehrfach vorbestraft und verhehlte auch seine rechtsextreme Gesinnung nicht sonderlich. Dafür bekam er zwölf Monate Haft aufgebrummt.

Was war passiert? Am 26. Oktober 2014 beleidigte der Angeklagte die im Bistro 76 sitzenden dunkelhäutigen Gäste grob mit den Worten „Niggerschweine, schwarzes Pack“ sowie „Fuck you“, das er auch ins Deutsche übersetzte. Weiterhin schimpfte er: „man sollte euch ausrotten und sollte euch erschießen! Was seid ihr? Das ist mein Land!“Dabei griff er einen der Beleidigten an. Der hinzu gerufenen Polizei gegenüber äußerte er, dass er „dieses Drecksvolk hasse“. Die Beamten sprachen dem stark angetrunkenen 30-Jährigen einen Platzverweis aus. Trotzdem versuchte er wieder, das Bistro zu betreten und offensichtlich weiter zu hetzen. Daraufhin wurde der Mann zur Wache gebracht. Gegen diese Festnahme wehrte sich der Angeklagte heftig.

Gestern nun deshalb auf der Anklagebank sitzend, räumte Robert K. das Vorgefallene ein. Seine Hetztiraden versuchte er mit seinem Hang zum Alkohol herunterzuspielen. So seien es auch an dem Abend einige Gläser zuviel gewesen und das war wohl der Hauptgrund seiner Wutausbrüche.

Der Angeklagte, der wegen anderer Straftaten eine Freiheitsstrafe bis November 2017 absitzen muss, bekam nun noch ein Jahr dazu. Das Gericht befand ihn im Sinne der Anklage für schuldig.

Von Helmut Schneider

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