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Oberhavel Gefüllter Spendentopf für Opfer von Jahrhundertregen
Lokales Oberhavel Gefüllter Spendentopf für Opfer von Jahrhundertregen
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00:19 14.10.2017
Auch die MAZ hatte gespendet. Das Geld kam direkt dem betroffenen Jugendclub zugute. Quelle: Enrico Kugler
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Leegebruch

Neben dem Spendenkonto des Landkreises steht den vom Jahrhundertregen Betroffenen in Leegebruch auch das Geld eines Spendenkontos der Gemeinde zur Verfügung. Auf dieses sind sämtliche Gelder aus Benefizkonzerten, Fußballturnieren und anderen Spendenveranstaltungen eingezahlt worden, so dass das Konto nun eine Spendensumme von rund 62 000 Euro umfasst, die ausgezahlt werden kann.

Dafür muss jedoch bis zum 31. Oktober ein schriftlicher Antrag bei der Gemeinde Leegebruch gestellt werden. Ein entsprechendes Formblatt ist auf der Homepage der Gemeinde zu finden. Einen Antrag zur Spendenauskehr können alle Einwohner von Leegebruch und Vereine, aber auch juristische Personen mit Sitz oder einer Betriebsstätte in Leegebruch stellen, die von dem Großschadensereignis Ende Juni stark betroffen waren. So muss die Schadenssumme mindestens 2500 Euro betragen und darf nicht durch eine Versicherung beglichen werden oder schon worden sein. Zudem müssen die Schäden nachweisbar oder glaubhaft gemacht werden können. Auch eine Inaugenscheinnahme müsse geduldet werden.

Jeder Haushalt oder Betriebsstätte/ Gewerbebetrieb darf nur einmal an der Spendenauskehr teilnehmen, ist in den von den Gemeindevertretern am 13. Juli beschlossenen Grundsätzen zur Spendenauskehr nachzulesen. Maximal können pro Haushalt oder Gewerbebetrieb 5000 Euro ausschließlich per Banküberweisung ausgezahlt werden. Ein Rechtsanspruch auf die Auszahlung des Spendengeldes besteht jedoch nicht. Wer das Geld bekommt, darüber entscheidet eine Kommission, die neben Maja Roscher als Finanzexpertin der Verwaltung, aus Pfarrerin Nele Poldrack als honorige Persönlichkeit des Ortes, und drei Gemeindevertretern, nämlich Giso Siebert (Die Linke), Martin Hinze (CDU) und Isolde Bree (HGBV) besteht.

Derzeit liegen bereits 33 Anträge zur Spendenauskehr vor. Giso Siebert macht jedoch den Betroffenen Mut, einen Antrag einzureichen und nicht aus falscher Bescheidenheit zu verzichten. Das Geld sei schließlich für die Geschädigten gespendet worden, so Siebert. Gerne dürfe man deshalb auch Nachbarn noch einmal auf die Spendenauskehr aufmerksam machen. Und wer nicht betroffen sei, kann zudem bis Ende November noch mal in seinen Geldbeutel schauen und spenden.

Denn dass das Geld des Leegebrucher Spendenkontos nur ein Tropfen auf den heißen Stein vieler Geschädigter ist, weiß auch Giso Siebert. Daher verweist er auch noch einmal auf das Spendenkonto des Landkreises, für das ebenfalls nur noch bis Ende Oktober Anträge gestellt werden können. Die Leegebrucher Spendenauskehr erfolge kompakt nach dem 30. November, wenn die Gesamtspendensumme feststehe. Bevor das Geld ausgezahlt werde, passiere zudem ein Abgleich mit dem Landkreis.

Weitere Informationen unter www.leegebruch.de (aktuelles)

Von Ulrike Gawande

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