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Gegen den Leerstand

Veltener Innenstadt Gegen den Leerstand

Viele Immobilien stehen in der Veltener Ofenstadt leer, speziell im Zentrum. Die Fraktion Pro Velten hat nun vorgeschlagen, dass sich die Verwaltung künftig darum kümmern sollte, wieder Leben in die Häuser und Grundstücke zu bringen. Der Vorschlag stieß in den anderen Fraktionen aber auf Skepsis.

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Speziell im Zentrum stehen viele Flächen leer.

Quelle: dpa

Velten. Seit Jahren steht die ehemalige Lidl-Filiale in der Pinnower Chaussee leer, der Supermarkt- Parkplatz wirkt wie ausgestorben. Auch im Veltener Zentrum gibt es viele leerstehende Immobilien. Wenn es nach der Fraktion Pro Velten geht, könnte es in der Stadtverwaltung demnächst jemanden geben, der Leben in solche leerstehenden Gebäude bringt.

Ein sogenanntes strategisches Leerstandsmanagement solle diese leerstehenden Läden, La­gerhallen, Produktionsflächen, Büro- und Praxisräume oder Gewerbegrundstücke erfassen und den Kontakt zwischen eventuellen Interes­senten und den Eigentümern der Immobilien herstellen.

Einfach nur passiv das Marktgeschehen abzuwarten, reiche dagegen nicht aus, heißt es im Antrag von Pro Velten. Die Immobilien könnten neben Interessenten aus der Wirtschaft nach Vorstellung der Fraktion etwa auch als kostengünstige Möglichkeiten für Vereine, Organisationen, Integrations- und Nachbarschaftsprojekte dienen. Diese Aufgabe sei nicht zeitlich begrenzt Aufgabe, sondern verlang nach einem langfristigen strategischen Ansatz.

Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) reagierte in der Stadtverordnetenversammlung kürzlich skeptisch auf den Vorschlag der Fraktion. Ein solches Leerstandsmanagement sei vom vorhanden Personal in der Verwaltung nicht zusätzlich zum Tagesgeschäft zu stemmen. „Das sind freiwillige Leistungen und wir sind eine kleine Stadt“, erklärte Ines Hübner.

Auch Michael Unrath (Die Linke) sei sich nicht sicher, ob die Verwaltung diese Aufgabe stemmen könnte. Eine Informationsliste über leerstehende Immobilien und Grundstücke sei gewiss nicht schlecht, wenn Anfragen von Interessenten an die Verwaltung kommen würden. „Aber das Ganze darf nicht in eine Maklertätigkeit ausarten, denn dann brauchen wir einen dauerhaft Angestellten im Rathaus“, erklärte auch Unrath.

Immerhin müsse die Liste regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden. Ob das Aufgabe der Verwaltung sein könne, wisse der Linke aber nicht. Es müsse geklärt werden, welcher Aufwand dafür sinnvoll und machbar wäre. Andreas Noack (SPD) indes verlangte von der Fraktion Pro Velten, wenigstens eine ungefähre Kostenschätzung für das Leerstandsmanagement anzugeben, wenn man die Idee weiter verfolgen wolle.

Pro-Velten-Chef Marcel Siegert war offenbar nicht glücklich mit dem Gegenwind aus den anderen Fraktionen.„Wir alle reden von Innenstadtbelebung, und das ist ein Teil davon“, so Siegert. Seine Fraktionskollegin Katja Wolf erinnerte an die Gewerberaumbörse, die von einigen Jahren auf der Homepage der Stadt zu finden war und leere Räumlichkeiten im Stadtgebiet auflistete. Die Aufgabe könne doch Ivonne Pelz, die Verwaltungssprecherin, übernehmen, schob Wolf nach.

Am Ende entschieden die Stadtverordneten, dass der Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung weiter diskutiert wird.

Von Marco Paetzel

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