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Geld spielt hier nicht die erste Geige

Velten Geld spielt hier nicht die erste Geige

Der Spendenladen Velten hat ein einfaches Prinzip nicht nur für Bedürftige, sondern für alle Einwohner. Vor allem Secondhand-Kleidung wird angeboten. Die ehrenamtlichen Helferinnen wünschen sich mehr Kundschaft

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Monika Tolk gehört zu den zwölf ehrenamtlichen Helferinnen, die den Spendenladen Velten betreiben.

Quelle: Robert Roeske

Velten. Gut gefüllt ist derzeit der Spendenladen Velten an der Hermann-Aurel-Zieger-Straße 21. Damen- und Herrenmode sowie reichlich Kindersachen hat die Initiative der evangelischen Kirchengemeinde im Angebot. „Wir würden uns noch mehr Kundschaft wünschen“, sagt Monika Tolk vom Spendenladen. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass sich der Spendenladen mit seinen preiswerten Angeboten nicht nur an Bedürftige, sondern an alle Einwohner richtet.

Im Sommer 2002 hatten einige Frauen zusammen mit der damaligen Veltener Pfarrerin Ute Gniewoß die Idee zu dem Laden entwickelt. „Das Motto lautete damals wie heute: Wir hebeln die Macht des Geldes aus und wehren uns gegen die Wegwerfmentalität“, sagt Monika Tolk.

Der erste Laden in der Breite Straße hatte eine Fläche von 60 Quadratmetern, das zweite Geschäft war schon 107 Quadratmeter groß. „Das Angebot der Stadt, in das Bürgerhaus nach Velten-Süd zu ziehen, nahmen wir 2005 freudig an“, betont die Ehrenamtlerin. „Wir nutzen jetzt 174 Quadratmeter, zahlen keine Miete, es fallen nur Betriebskosten an“, berichtet sie. Auch aufgrund dieser Großzügigkeit können die ehrenamtliche Helferinnen, die sich der evangelischen Kirchengemeinde verbunden fühlen, dem Konzept treu bleiben. „Wir haben keine Preise, sondern bitten um Spenden. Das fängt mit 50 Cent für ein kleines Kleidungsstück an und geht bis maximal fünf Euro beispielsweise für einen Anzug“, so Monika Tolk. Sie erläutert das Prinzip: „Die Kunden erwerben etwas für 50 Cent, davon nehmen wir circa zehn Cent für die Betriebskosten. Der Rest wird an humanitäre und soziale Einrichtungen gespendet.“ Das könne ein Hospiz, ein Frauenhaus, eine Obdachlosenstiftung oder die Flüchtlingshilfe sein.

Bis heute hat die Initiative schon für mehr als 80 Einrichtungen gespendet und wird wohl in diesem Sommer die Spendensumme von 40 000 Euro erreichen. „Jeder, der auch nur 50 Cent bei uns lässt, hat für diesen Tag ein gutes Werk getan“, resümiert Monika Tolk.

Der Spendenladen im Bürgerhaus, Hermann-Aurel-Zieger-Straße 21, ist dienstags von 9 bis 11, mittwochs von 9 bis 11 und 15 bis 17 sowie

Von Heiko Hohenhaus

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