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Zehdenick: Geldsegen für Diakonie

Soziales Sponsoring Zehdenick: Geldsegen für Diakonie

Die Familienberatungsstelle Zehdenick erhielt am Donnerstag einen Scheck über 2500 Euro der Krombacher Brauerei. Mit dem Geld soll unter anderem Therapiematerial für die Einrichtung angeschafft werden.

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Die Beratungsstelle erhielt die größte Spende seit Bestehen.

Quelle: Lüderitz

Zehdenick. Das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit: die Familienberatungsstelle in Zehdenick erhielt gestern eine Spende der Brauerei Krombacher über 2500 Euro, nachdem im April dieses Jahres eine gut gefüllte Spendenbox aus dem Wartezimmer gestohlen worden war (MAZ berichtete). Aufgeklärt werden konnte der Fall bislang nicht. Laut Heike Brendel, Leiterin der Beratungsstelle im Kloster, wurden die Ermittlungen eingestellt. Umso größer war gestern die Freude über den Geldsegen, der in Form eines großen Spendenschecks die soziale Einrichtung erreichte. „Das ist die bislang größte Summe, die wir je erhalten haben. Wir können das Geld gut gebrauchen", so Brendel.

In der Region ist die Beratungsstelle in diesem Jahr das einzige Projekt, welches eine Zuwendung des Unternehmens erhält. „Wir begrüßen das Engagement dieser Institution und möchten die gemeinnützige Arbeit unterstützen“, sagte Krombacher-Repräsentant Tom Mielitz bei der Übergabe.

Für das Geld soll unter anderem Therapiematerial angeschafft werden, das vor allem in der Arbeit mit Kindern benötigt wird. „Das wünschen wir uns schon seit zehn Jahren“, so Brendel. Finanziert wird die Beratungsstelle der Immanuel Diakonie über öffentliche Gelder. Einen Großteil steuern Land und Landkreis bei. Auch die Stadt und die Kirche unterstützen die Arbeit. Allerdings, so Brendel, reichen die Zuschüsse gerade um die Personalkosten und einen Teil der Sachkosten abzudecken. Anschaffungen darüber hinaus sind kaum möglich.

Rund 300 Klienten betreuen die vier Therapeuten, Pädagogen und Psychologen der Einrichtung jedes Jahr. Ein Schwerpunkt ist die Familienberatung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen nach Trennung oder Scheidung der Eltern. Etwa jeder neunte Fall befasst sich mit sexuellem Missbrauch von beziehungsweise Gewalt gegenüber Kindern. Die Partnerschafts- und Lebensberatung sowie Fragen rund um die Schwangerschaft sind weitere Säulen der Anlaufstelle. Erschwert wird die Arbeit durch das enge Korsett, sagt Brendel. So können pro Fall lediglich 20 Beratungsstunden abgerechnet werden – unabhängig davon, ober in der Zeit die Krise überwunden ist oder nicht. Theoretisch müsste sich an die Beratung eine Therapie anschließen. „Eine Kindertherapie aber gibt es in der Region gar nicht“, sagt Brendel und fügt hinzu: „In den meisten Fällen können wir aber helfen. Deshalb arbeiten wir auch so gerne“, so die Chefin.

Von Cindy Lüderitz

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