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Gelebter Bürgersinn

Leegebruch Gelebter Bürgersinn

Der HGBV Leegebruch, hinter dessen Kürzel sich der Handwerks., Gewerbe- und Bürgerverein verbirgt, ist die zweitstärkste Fraktion in der Gemeindevertretung. Am Freitag wurde der 20. Geburtstag des Vereins gefeiert, der mit Sommerfesten, Weihnachtsmärkten und einer Konzertreihe den Ort geprägt hat.

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Der Chor „Kurrende Leegebruch“ mit seinem Dirigenten Rolf Stranz sang dem HGBV ein Ständchen zum 20. Geburtstag.

Quelle: UG

Leegebruch. Ob bei der Anbindung Leegebruchs an die B96, bei der Freizeitanlage im Ort, beim Radweg nach Velten oder beim Bus 800, der nun über Leegebruch nach Flatow fährt, für alles hat sich der Handwerks-, Gewerbe- und Bürgerverein Leegebruch (HGBV) stark gemacht. Am 3. März 1997 als politische Wählervereinigung von engagierten Gewerbetreibenden in Leegebruch gegründet, wollte man eine parteipolitisch ungebundene, ausschließlich sachbezogene und im Interesse der Einwohner liegende kommunalpolitische Tätigkeit erreichen. „Sich einmischen“, wie es der Vereinssprecher Wolfram Richter formulierte. Mit Erfolg, denn am Freitag feierte der Verein mit einem kleinen Festempfang im Restaurant Palmenhof 20. Geburtstag.

Schon 1998 wurden erste Kandidaten des HGBV in die Gemeindevertretung gewählt. Bis heute ist das so geblieben, mit fünf Gemeindevertretern ist man seit 2014 zweitstärkste Fraktion. Nur 2008 schnitt der HGBV noch besser ab und wurde stärkste Fraktion. Seit 2006 stellte der Verein mit Peter Müller zudem den Bürgermeister, der zwar 2014 wiedergewählt wurde, jedoch sowohl seit fast zwei Jahren krank ist und zudem im Mai 2015 aus dem HGBV ausgetreten ist. Doch der Verein mit seinen derzeit 21 Mitgliedern, unter dem Vorsitz von Bernd Fischer, engagiert sich weiter.

„Wir fahren zweigleisig, auch wenn uns das manchmal Kritik eingebracht hat“, erklärt Richter. Denn neben politischen Aktivitäten, wollte man mit Veranstaltungen die Ortsverbundenheit der Bürger stärken. 16 Sommerfeste, auf denen sich die Leegebrucher Vereine präsentieren konnten, 21 Weihnachtsmärkte und die Veranstaltungsreihe „Klassik in der Kirche“ gehen auf das Konto des HGBV. Da der Aufwand jedoch immer größer werde und die Hände müder, so Richter, hab man den Weihnachtsmarkt nun an Sascha Funke abgegeben. „Es ist uns nicht leicht gefallen.“

Der amtierende Bürgermeister Martin Rother lobte die Arbeit des Vereins: „Mir gefällt das Wort Bürgerverein am allerbesten, denn erst Bürgersinn macht eine Gemeinde lebenswert. Es ist wichtig, dass sich Bürger engagieren.“ Der HGBV könne stolz sein, etwas hinterlassen zu haben. Zwei aktuelle Vorhaben, die sich der Verein derzeit auf die Fahnen geschrieben hat, ist die Einsetzung eines Seniorenbeirates und das Engagement für Lärmschutz.

Von Ulrike Gawande

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