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Gemeindekirchenrat will faire Gemeinde

Oberkrämer Gemeindekirchenrat will faire Gemeinde

„Faire Gemeinde“ ist eine Aktion und ein Gütesiegel der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Es geht darum, bewusst zu konsumieren, nachhaltig zu wirtschaften, global zu denken und sozial zu handeln. Dem hat sich nun der Gemeindekirchenrat in Vehlefanz angenommen.

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Der Vorstand des Gemeindekirchenrates (v.l.): Bernd Ostwald, Barbara Maile, Silke Görgens und Erdmut Schulze

Quelle: Robert Tiesler

Oberkrämer. Die Schöpfung bewahren. Ressorcen erhalten. Das sind Aufgaben, denen sich jeder Christ stellt oder stellen sollte. Die evangelische Kirchengemeinde in Vehlefanz, die auch für Schwante, Bärenklau, Eichstädt und Neu-Vehlefanz zuständig ist, will das Thema nun offensiv angehen. Das Stichwort lautet: „Faire Gemeinde“.

Dabei handelt es sich um eine Aktion und ein Gütesiegel der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Es geht darum, bewusst zu konsumieren, nachhaltig zu wirtschaften, global zu denken und sozial zu handeln. Dem hat sich nun der Gemeindekirchenrat in Vehlefanz angenommen.

„Das fängt schon mit kleinen Dingen an“, sagt Silke Görgens, die Mitglied im Gremium ist. „Wir kaufen keine Blumen von Großhandelsketten, sondern aus Gärtnereien in der Umgebung, oder wir nehmen sie aus dem eigenen Garten.“ Wenn die Altare in den Kirchen dekoriert werden, wird das schon praktiziert. Für das Abendmahl könne statt des billigen Traubensafts aus dem Tretrapak, eine aus dem Fairtrade-Anbau gekauft werden. Ebenso beim Kaffee im monatlichen Kirchencafé in Vehlefanz.

„Wir haben außerdem schon entschieden, einen bestimmten Betrag aus unserem Haushalt für soziale Projekte auszugeben“, sagt Silke Görgens. So geht die Kollekte teilweise konkret an Menschen und Einrichtungen aus dem Landkreis, in diesem Fall an das Kinderheim in Malz. Beim jährlichen „Konzert im Kerzenschein“ wird traditionell für ein in Not geratenes Gemeindemitglied gesammelt.

„Es soll bei der Aktion nicht nur bei mündlichen Versprechungen bleiben“, so Silke Görgens weiter. Bernd Ostwald, der ebenfalls Mitglied des Gemeindekirchenrates ist, ergänzt in diesem Zusammenhang, dass die Gemeinde in diesem Jahr beispielsweise die Menschen in Simbabwe unterstützt. Auch nach Bulgarien, zu einem Waisenhaus, ist bereits Geld aus der Kirchengemeinde geflossen. „Uns ist vor allem wichtig, zu sehen, wo das Geld ankommt.“

Einiges wird also schon umgesetzt, vieles muss aber noch anlaufen, um eine echte „Faire Gemeinde“ werden zu können. „Wir haben uns jetzt erst mal auf den Weg gemacht, darüber zu informieren“, sagt Bernd Ostwald. Noch vor der Sommerpause will der Gemeindekirchenrat am 20. Juni aber einen entsprechenden Beschluss fassen. Bis Mitte 2018 soll er umgesetzt werden, was aber durchaus ambitioniert ist, wie Bernd Ostwald anmerkt. So müsse zum Beispiel über das Thema Solartechnik auf den Dächern diskutiert werden oder energetische Aspekte bei neuen Bauvorhaben.

In der nächsten öffentlichen Gemeindeversammlung der evangelischen Gemeinschaft am 17. September soll dieses Thema dann im großen Rahmen besprochen werden. Die Unterstützung von Pfarrer Thomas Hellriegel hat der Gemeindekirchenrat aber schon, wie die Mitglieder versichern.

Von Robert Tiesler

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