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Oberhavel Generationen im Gespräch
Lokales Oberhavel Generationen im Gespräch
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14:51 16.03.2016
Die Partner tauschen ihre Kontaktdaten aus.. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Bereits in der Vorstellungsrunde hätten sie Blickkontakt aufgenommen, stellt Joachim Siebmann erfreut fest. Das lag vielleicht an den gemeinsamen sportlichen Interessen. Der 74-Jährige wird sich zehn Wochen lang mindestens einmal wöchentlich für 90 Minuten mit Xenia und Dustin treffen. Die beiden besuchen die siebten Jahrgangsstufe der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule und nehmen innerhalb des Wahlpflichtfaches Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) am Sozialprojekt „Generationenbegegnung“ teil.

Joachim Siebmann mit Dustin und Xenia. Quelle: Helge Treichel

„Mit diesem Projekt verbindet unsere Schule die Hoffnung und Erwartung, dass Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die erfahrungsreiche Lebenswelt von älteren Menschen erhalten und Schlussfolgerungen für ihr Leben ziehen“, sagt Schulleiterin Katharina Schlumm. Zugleich seien Möglichkeiten des eigenen Handelns gefragt – Heimwerkern, Handarbeiten, Kinderspiele, Knobeleien, Biographisches. Wie die (mitunter auch negativen) Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt haben, müssen Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Kontaktfreude bei den Jugendlichen für den Erfolg vorausgesetzt werden, so die Rektorin. Mit Unterschrift verpflichten sich die Eltern, dafür Sorge zu tragen.

Seniorenbeirat von Anfang mit im Boot

Insgesamt 18 Juniorpartner nehmen an dem Generationenprojekt teil. Dafür haben sich sieben Seniorpartner gemeldet. Unter ihnen Gertraud Mohr, die das Projekt als Vorsitzende des Seniorenbeirates von Anfang an unterstützt hat, sowie Dietrich Thomas, der aus der MAZ davon erfahren hat. Mit zwei Kindern und fünf Enkeln habe er „einen guten Zugang zu Kindern“, sagt er von sich.

Gertraud Mohr in der Vorstellungsrunde mit den Jugendlichen. Quelle: Helge Treichel

Er wolle etwas von dem Wissen vermitteln, war er auf Reisen durch Deutschland und im Ausland erworben hat, unteranderem bei der Olympiade in London oder bei der Europameisterschaft in Zürich. Ziel des Projektes sei aber nicht nur das Vermitteln von Informationen, „sondern auch das Einüben respektvollen Umgangs miteinander sowie der Abbau von Vorurteilen“, sagt Katharina Schlumm. Gespräche hätten daher einen hohen Stellenwert. Die Treffen könnten individuell vereinbart werden. Über die Begegnungen wird Tagebuch geführt.

Die anderen Klassenstufen sind ebenfalls im Einsatz

Die achte Klassenstufe ist übrigens bei pflegebedürftigen Senioren im Einsatz, die neunte in Grundschulen und die zehnte in örtlichen Kindertagesstätten.

„Man möchte die eigenen Lebenserfahrungen weitergeben“, begründet Joachim Siebmann seinen Einsatz. Xenia interessiere sich für Tennis, Reiten und Tanzen, Dennis für Tischtennis, Schach und Breakdance. Eine gute gemeinsame Basis, findet der Senior.

Am Ende gibt’s Noten

In der Zeit vom 11. April bis zum 20. Juni sollen die Jugendlichen ihre Seniorpartner für zirka 90 Minuten in der Woche besuchen.

Die Begegnungen werden auf dem sogenannten Besuchsblatt, das die Schüler mitbringen, vom Seniorpartner mit Unterschrift bestätigt.

Für die Dokumentation und die jeweiligen Inhalte werden die Schüler am Ende auch benotet.

Von Helge Treichel

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