Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Naturpark ohne Gentechnik
Lokales Oberhavel Naturpark ohne Gentechnik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 07.01.2014
Seit 2006 ist ein Teil des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land gentechnikfrei.
Menz

Sieben Jahre nach der Gründung möchte das Bündnis wieder ein Lebenszeichen setzen und lädt für 10. Januar zu einer Informationsveranstaltung in die Menzer Regionalwerkstatt ein. Zentrales Thema wird der Lupinenanbau sowie dessen Verwertung in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sein. "Wir haben uns vorgenommen, die Arbeit wieder zu intensivieren", sagt der Mitbegründer der Initiative, Heiko Strobel.

Durch das Anbauverbot für Genmais in Deutschland sei die Bedrohung mehr oder weniger gebannt gewesen, neue Vorstöße der Industrie könnten Landwirte aber schon bald wieder vor die Frage stellen, ob sich der Anbau gentechnisch veränderter Organismen für sie lohnt. "Wir möchten rechtzeitig alternative Antworten geben", betont Strobel. Insbesondere auf die Frage, welchen Gegenentwurf es zum Import von Gen-Soja in der Futterindustrie gibt. Der Anbau von Eiweißpflanzen in Deutschland soll stärker gefördert werden. Welche Vermarktungs-, Verwertungs- und Absatzmöglichkeiten es beispielsweise für die Blaue Süßlupine gibt, wird die Geschäftsführerin der Prolupin GmbH, Kathrin Petersen, mit Landwirten in Menz diskutieren.

Vor allem bei der Vermarktung stoßen Bauern an ihre Grenzen, erklärt Friedemann Karl. Der Geschäftsführer der Agrar GmbH Sonnenberg und Chef des Kreisbauernverbandes Oberhavel weiß um die Hoffnungen, die auf dem Lupinenanbau ruhen. "Da gibt es seit Jahren viele Versuche", so Karl. Allerdings gestalte sich der Anbau in der Region schwierig. Nicht überall seien die Standortbedingungen günstig. Auch die Vermarktung sei alles andere als ein Selbstläufer, weshalb viele Landwirte auf andere Strategien setzen. Gen-Mais war für den Agrar-Chef zuletzt kein Thema. Nicht nur wegen des Verbots. Karl sagt, er sei der Überzeugung, der Maiszünsler als größter Schädling lasse sich auf natürlichem Weg unter Kontrolle bringen. "Wenn ich als Landwirt mit der Fruchtfolge arbeite und die Stoppeln kurz schlage, und im Idealfall tun das meine Nachbarn auch, sodass der Schädling dort nicht überwintern kann, dann kann ich die Plage auch ohne Gen-Mais eindämmen", erklärt Karl.

Dass der Naturpark selbst bei einer Freigabe gentechnisch veränderter Sorten nicht in Gänze bedroht wäre, liegt laut Projektleiter Mario Schrumpf an der Struktur des Großschutzgebietes. "Die Situation ist einerseits begünstigt durch den hohen Waldanteil im Naturpark. Zum anderen gehört die Kirche zu den größten Landbesitzern im Schutzgebiet", so Schrumpf. Und die Kirche ist Mitglied in der Initiative, weshalb in den Pachtverträgen für Kirchenland seit 2006 ausdrücklich auf das Anbauverbot für gentechnisch veränderte Organismen hingewiesen wird, wie Pfarrer Mathias Wolf bestätigt.

Heiko Strobel hat trotz dieser guten Voraussetzungen die Hoffnung, dass sich weitere Akteure, aber auch die Gemeinden der Selbstverpflichtung anschließen. Die Grenzen der gentechnikfreien Region Stechlin-Ruppiner Land reichten immerhin weit über den Naturpark hinaus. Das Gebiet umfasst rund 140000 Hektar.

Von Cindy Lüderitz

Polizei Oberhavel: Polizeibericht vom 7. Januar - Keine Schokolade für Polen

+++ Kremmen: Da werden einige Menschen in Polen sicher sauer sein, denn die süße Versuchung aus Deutschland verspätet sich: Ein Lkw sollte mehrere Tausend Liter Schokolade in Deutschland abholen, weil das Fahrzeug samt Anhänger jedoch nicht mehr fahrtüchtig war, verbot die Polizei die Weiterfahrt des Gespanns +++

07.01.2014
Oberhavel Drogen in Bananenkisten in Berlin und Brandenburg - 140 Kilo Kokain bei Aldi gefunden

Die Polizei geht von einem "logistischen Fehler" der Täter aus: In Aldi-Märkten in Brandenburg und Berlin haben Mitarbeiter insgesamt 140 Kilogramm Kokain entdeckt – versteckt in Bananenkisten. Schmuggler hatten das Kokain per Schiff nach Hamburg und von dort per Lastwagen nach Berlin gebracht.

07.01.2014
Oberhavel Der Feuerteufel in Oberhavel hält Brandschützer in Atem - Brände verunsichern die Bevölkerung

Ein Feuerteufel hält mit seiner flammenden Leidenschaft den Landkreis Oberhavel seit Monaten in Atem. Die Feuerwehren der Region sind im Dauereinsatz und die Bevölkerung ist zunehmend verunsichert. Die Polizei wartet vergeblich auf den entscheidenden Hinweis. Auch die Aufstockung der Belohnung hat bisher nicht zu einem Fahndungserfolg geführt.

07.01.2014