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Oberhavel Schlossherr hält am Hotel-Projekt fest
Lokales Oberhavel Schlossherr hält am Hotel-Projekt fest
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19:06 12.02.2014
Quelle: Anke Dworek
Fürstenberg

"Nichts davon stimmt. Ich halte am Plan ,Schlosshotel' fest, bin unterwegs und bemüht, dafür die notwendige Finanzierung zu bekommen", so Schulz, dem auf der Insel Usedom das Hotel "Seerose" gehört. Bei etlichen Banken hat der Hotelier schon für sein Fürstenberger Vorhaben vorgesprochen. "Oft sind Kundenbetreuer aufgeschlossen, brechen dann aber nach Rücksprache mit dem Vorstand die Prüfung ab. Es sind schlechte Zeiten für Familienhotels", so Gerd Schulz.

Auch Fürstenberg spielt bei Bankern eine Rolle. Einige haben sich in der Stadt umgesehen und halten sie von der Infrastruktur her als Standort eines Vier-Sterne-Hotels für nicht geeignet. Da spielt beispielsweise die B 96 eine Rolle, die direkt am Schloss vorbeiführt. Gerd Schulz hofft natürlich auch, dass der Schwerlastverkehr aus der Stadt verschwindet und ist Optimist, was eine baldige Ortsumgehung betrifft. In seinem Konzept hat er allerdings die Straße so berücksichtigt, wie sie jetzt ist und befahren wird. Kein Hotelzimmer würde zur B 96 hinausgehen, sondern nur öffentliche Räume.

Seit knapp acht Jahren ist Gerd Schulz nun der Fürstenberger Schlossherr, hat in der Zeit das riesige Gebäude entkernen und einiges an Nebengelass abreißen lassen. Außerdem wurde der hintere Mittelrisalit restauriert. Aber ohne eine gesicherte Finanzierung kann erst mal nichts weitergehen. "Ich habe mir selbst eine Frist gesetzt. Bis 2016 muss das Projekt laufen oder es ist als solches hinfällig", sagt der Eigentümer. Was passiert, wenn er bis dahin die 20-Millionen-Euro-Investition nicht auf die Reihe bekommt, darüber verbietet er sich allerdings nachzudenken: "Ich bin mit Plan A beschäftigt, Plan B existiert in diesem Sinne nicht. Über den reden wir, wenn es soweit ist."

Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp zollt dem Hotelier Respekt für sein Durchhaltevermögen und das Engagement für die Region. "Er hat allein in die Bauplanung schon eine Menge investiert und ist ernsthaft unterwegs, das Vorhaben zum Erfolg zu führen. Ich wünsche ihm und uns, dass er es schafft."

Nicht in Frage kommt der Ausbau zum Hotel in sehr kleinen Schritten. "Wenn Sie das kleckerweise in einem Zeitraum von beispielsweise 20 Jahren machen, fangen Sie danach schon wieder mit den ersten Sanierungen an. Die Finanzierung muss als Ganzes stehen, und dann kann in zwei Jahren Bauzeit das Schlosshotel fertig sein", sagt Gerd Schulz, der ein paar Kilometer nördlich von Fürstenberg geboren und in Oranienburg aufgewachsen ist. "Gefunden" hat er das Schloss, weil die Stadt dort einen riesigen Aufsteller "Schlossherr gesucht" platziert hatte.

Der Hotelier ist auch Pächter des Restaurants "Am Yachthafen", das dem Fürstenberger Yachtclub gehört. Es befindet sich gegenüber des Schlosses, grenzt an den Stadtpark und den Schwedtsee. Gegenwärtig werden dort drei Servicekräfte und ein Koch ausgebildet. "Im Sommer wollen wir mindestens zwei Azubis übernehmen", kündigt Gerd Schulz an. Auch im Strandhotel "Seerose" wurden Fürstenberger ausgebildet, damit bei Eröffnung des Schlosshotels Fachpersonal vor Ort ist.

Von Anke Dworek

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