Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Geschichte und Geschichten
Lokales Oberhavel Geschichte und Geschichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:10 09.08.2017
Sie zeigen Blätter des neuen Kalenders für 2018: Nora Döring (v. l.), Volker Döring, Elke Ahrens und Matthias Salchow. Auf den Blättern zu sehen: Elektromeister Erwin Klemme, Fuhrbetrieb Fromm, der Festumzug zur Fertigstellung der Osramsiedlung und den sowjetischen Ehrenfriedhof. Quelle: Marion Bergsdorf
Anzeige
Hohen Neuendorf

Er ist immer wieder spannend – der historische Kalender von Hohen Neuendorf. Und man staunt, dass die Macher seit 13 Jahren Fotos von Ereignissen und Anekdoten über Menschen ausgraben, die in Bergfelde, Birkenwerder, Borgsdorf, Hohen Neuendorf und Stolpe stattfanden und lebten. Zum Beispiel über Elektromeister Erwin Klemme aus Hohen Neuendorf. Fiel der Strom aus, wie bei einer alten Dame, kam er sofort zu Hilfe, zog ein Kabel vom Nachbarhaus über den Hof, durch das Klofenster der Oma und klemmte es an eine Steckdose. Auf die Frage der Oma, ob er denn keine Angst vor Strom habe, sagte Klemme: „Der Strom ist mein Freund.“

Festumzug zur Einweihung von Bauabschnitten in der Osramsiedlung in Hohen Neuendorf. Quelle: Historischer Kalender Hohen Neuendorf

Erinnerungen kommen bei vielen Hohen Neuendorfern sicherlich auf, wenn sie auf das Foto vom ehemaligen HO-Café an der Schönfließer Straße 5 schauen. Das Ehepaar Ursula und Dieter Birkner leitete Café und integrierte Imbiss-Stube. Letztere öffnete bereits um sieben Uhr. „Hier gab es leckere Broiler“, ist auf der Rückseite des Kalenderblattes zu lesen.

Zum ersten Mal beim Kalender 2018 sind die Rückseiten der Blätter in Farbe gedruckt. Trotzdem habe man den Preis von zehn Euro so wie in den vergangenen 13 Jahren halten können, sagen Nora und Volker Döring aus Hohen Neuendorf. Das Ehepaar, zuständig für Text, Grafik und Layout, hat den Kalender gemeinsam mit Matthias Salchow und Elke Ahrens erstellt. In einer Auflage von 800 Stück geht der Kalender meist weg wie warme Semmeln. Er ist ab 1. September in diversen Geschäften, in Touristeninformationen und in Apotheken erhältlich. Herbert Zieske vom Verein Heimatfreunde ist stets emsig damit beschäftigt, die Kalender in kleinen Läden zu verteilen, freuen sich die Macher.

Das HO-Café mit Imbiss-Stube an der Schönfließer Straße in Hohen Neuendorf. Quelle: Historischer Kalender Hohen Neuendorf

Diese haben im Laufe der Jahre ein Netz von Ideenfindern gesponnen. „Wir hatten vor 13 Jahren nicht daran gedacht, dass wir immer was Neues für weitere Kalender finden würden“, sagt Nora Döring. Doch aus einer Geschichte entwickelte sich die nächste über Personen, die angesprochen wurden und die dann selber in ihren Fotoalben kramten. Die Kalendermacher freuen sich über jeden, der ihnen historische Fotos und Text dazu gibt. „Beim Schreiben helfen wir“, werben die Redakteure des Kalenders. Viele Ideengeber haben sie bei den Heimatfreunden, der Volkssolidarität, der Arbeitsgemeinschaft „Heimat und Geschichte“ und dem Geschichtskreis Borgsdorf. Sie suchen Fotos zu den Jugendklubs „Stellwerk“ und „Schwarzer Adler“, zum Autobahnsee und zu einer Tradition aus den 1920er-Jahren.

Eine Station, in der für die Ausflügler aus Berlin der mitgebrachte Kaffee aufgebrüht wurde. Wo gab es so etwas in Hohen Neuendorf und Birkenwerder? Quelle: Historischer Kalender Hohen Neuendorf

Damals fuhr man raus ins Berliner Umland, nahm Kaffeepulver mit und ließ sich an Gasthäusern in bereitgestellten Kannen Kaffee aufbrühen. Wer hat solche Fotos aus Hohen Neuendorf und Birkenwerder? Bitte schicken an Volker Döring, Käthestraße 2, 16 540 Hohen Neuendorf.

Von Marion Bergsdorf

Nach dem „Resist to Exist“-Festival in Kremmen gab es am Montag am Pfandautomaten bei Edeka einen Zwischenfall, bei dem die Polizei eingreifen musste. Ansonsten habe es keine Probleme gegeben, sagt Geschäftsführer Claas Kelz, aber er wünscht sich im Vorfeld mehr Infos – und dass die Einkaufswagen auf dem Gelände bleiben.

11.08.2017

Der Bürgermeisterkandidat der Grünen, Heiner Klemp, hält den Vorschlag der Mitbewerberin der CDU, Kerstin Kausche, zur Stadtbuslinie für „zutiefst unseriös“. Wirft ihr Unterwerfung unter die OVG vor.

08.08.2017

Alle 21 Beete im Oranienburger Bürgergarten sind vergeben – die Pflege sieht jeder etwas anders. Aber ist ein Garten, in dem Arbeit, Erholung, gegenseitiges Kennenlernen und diskutieren gleichermaßen möglich sind. Jeder ist willkommen.

08.08.2017
Anzeige