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Oberhavel Geschichten über die Ortsteile
Lokales Oberhavel Geschichten über die Ortsteile
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00:31 12.12.2015
Herbert Schirmer (l.) und Günter Lehmann stellten das Taschenbuch über die Ortsteile vor. Quelle: Foto: Andrea Kathert
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Oranienburg

„Wir haben eigentlich nichts über die Geschichte der Ortsteile“, fand Günter Lehmann, der Vorsitzende des Schmachtenhagener Heimatvereins. Und betrachtet man die Festschrift zur 800-Jahr-Feier von Oranienburg im nächsten Jahr, hat Lehmann recht. „Uns war schon klar, dass wir die Ortsteile nicht sonderlich ausleuchten“, sagt Herbert Schirmer, der Kopf des Redaktionsteams für die Festschrift. Und so entstand die Idee, die Geschichte der Oranienburger Ortsteile separat in kleinen Geschichten nachzuerzählen.

Herausgekommen ist eine amüsante Lektüre mit 91 Texten von 20 Autoren auf 128 Seiten. Und anders als in der Festschrift ist das Büchlein ein Werk zum Schmunzel mit Anekdoten, Begebenheiten und so manch seltsamen Ereignissen. Es sind Geschichten, die erzählenswert sind und neben Sagen und Legenden vor allem persönliche Erinnerungen an Ereignisse aus der Vergangenheit und Gegenwart wiedergeben.

„Auch die kleinen Dinge sollen nicht der Vergessenheit anheimfallen“, war Lehmanns Anspruch. Und so erzählen die 20 Autoren fröhliche, traurige und ganz ernste Dinge, die sich auf ihren Dörfern zugetragen haben. „Das kann auch in zehn oder 20 Jahren noch gelesen werden“, glaubt Lehmann.

Zu ihm flatterten die unterschiedlichsten Geschichten, manche geschrieben von bekannten Autoren aus der Region, andere von wenig geübten Schreibern. Und so kam Herbert Schirmer ins Spiel. Während Günter Lehmann für die Inhalte sorgte und ganz akribisch Texte sammelte, befasste sich Schirmer damit, eine gewisse Struktur in die Geschichten zu bekommen und sie gut lesbar aufzubereiten. „Ich habe immer versucht, den O-Ton beizubehalten“, meint Herbert Schirmer. Bisher sei ihm auch noch kein Gerichtsverfahren in dieser Richtung angedroht worden, meint er mit einem Augenzwinkern. Denn etliche Exemplare des Buches „Geschichte in Geschichten“ sind bereits verkauft. Seit dieser Woche sind die Bücher zu haben.

Außer Günter Lehmann und Herbert Schirmer gibt es noch einen Dritten, der seine Finger im Spiel hatte. Es ist der Zeichner Karl-Heinz Schoenfeld, der in Schmachtenhagen geboren wurde und jetzt in Potsdam lebt. Lehmann und Schirmer hatten ihn persönlich aufgesucht. 16 Karikaturen und Zeichnungen hat Karl-Heinz Schoenfeld zu dem Taschenbuch beigetragen. Das Titelbild zeigt übrigens einen Laden, hinter dessen Verkaufstresen der Chef steht und einen Kunden mit dem Ausspruch „Hamwanich!“ abfertigt. Bei manchem Oranienburger dürften dabei Erinnerungen hochkommen. Denn natürlich begegnen dem Leser in den Geschichten stadtbekannte Originale, auch aus DDR-Zeiten. Am Ende des Buches steht ein kleines Begriffslexikon. Einige Ausdrücke sind manchem wohl nicht mehr so geläufig.

Erst am 30. November war Redaktionsschluss. Und schon am vergangenen Wochenende konnte Günter Lehmann die ersten Exemplare verkaufen. Das ist selbst für einen gestandenen Redaktionsleiter wie Herbert Schirmer eine enorme Zeit. Herausgeber für das Buch sind der Heimatverein Schmachtenhagen und die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO). Der Geschäftsführer der TKO, Jürgen Höhn, lobte am Mittwoch bei der Vorstellung des Taschenbuches die gute Zusammenarbeit zwischen Schirmer und Lehmann. Die beiden waren offenbar ein gutes Team.

Von Andrea Kathert

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