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Oberhavel Neue Wohnungen zu günsten Mieten
Lokales Oberhavel Neue Wohnungen zu günsten Mieten
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01:15 01.02.2019
Sarah Woidtke, Gewo, Inge Rode, Sigrid Theem und Eckart Diemke (v.l.) bei der gestrigen Schlüsselübergabe. Quelle: Martina Burghardt
Zehdenick

 Anderthalb Jahre war Inge Rode nicht mehr in dem Haus in der Philipp-Müller-Straße 13, in dem sie 18 Jahre gelebt hat. Nun zieht die 69-Jährige zurück – in eine nagelneu sanierte Wohnung. Am Montag bekamen sie und die anderen Mieter ihre Schlüssel.

Ein guter Tag, nicht nur für sie, sondern auch für Eckart Diemke, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungswirtschaftsgesellschaft (Gewo), und seine Kollegen. Je zwei Zwei- und Drei-Raum- Wohnungen mit 55 und 63 Quadratmetern zu günstigen Mieten um die sechs Euro je Quadratmeter sind im zurückliegenden Jahr entstanden. Die beiden Erdgeschosswohnungen unterliegen der Mietpreisbindung.

Das Übergabeprotokoll für die Wohnung in der Philipp-Müller-Straße 13 wird unterzeichnet. Quelle: Martina Burghardt

„Damit kommen wir hin, auch wenn wir keinen Riesengewinn mit der Vermietung machen“, sagt Eckart Diemke. Möglich wurde dies unter anderem durch ein zinsgünstiges Modernisierungsdarlehen der Landesinvestitionsbank in Höhe von 300 000 Euro. Die Kosten für die Komplettsanierung des Wohngebäudes betragen 380 000 Euro.

Komplett entkernt und modernisiert

„Das Haus war total verbaut“, so Eckart Diemke. Deshalb wurde es komplett entkernt, der Grundriss der Wohnungen total verändert. Früher gab es sieben Wohnungen im Haus mit insgesamt 300 Quadratmeter Wohnfläche. Das Dachgeschoss wird nun nicht mehr zum Wohnen genutzt. Der Anbau hinter dem Haus und drei Eingänge, Ofenheizung, veraltete Elektro- und Sanitärinstallation – das alles ist jetzt Geschichte. Gas-, Wasser- und Abwasser-, Kabel- und Telefonanschlüsse sind erneuert worden.

Durch die Neugliederung der Fenster – mit Schallschutzverglasung – auf der Vorderseite, umrahmt mit Stuckelementen, hat die Ansicht des Hauses gewonnen. Die Rückseite ist ebenfalls nicht wiederzuerkennen. Der Hof kann jetzt wieder genutzt werden, bislang war dort alles zugebaut. Weil es keinen Keller gibt, sind Terrassenflächen angelegt und Abstellräume gebaut worden, die den Wohnungen zugeordnet sind.

Die Hofseite des Wohnhauses in der Philipp-Müller-Straße 13 in Zehdenick ist nach der Komplettsanierung nicht wiederzuerkennen. Quelle: Martina Burghardt

Einige Restarbeiten sind noch zu erledigen. Unter anderem werden die Mauern, die den Hof zu den Nachbargrundstücken abgrenzen, verkleidet. Auf Wunsch der Mieter wird eine Wäschespinne im Hof aufgestellt.

Die Gewo hat Firmen aus Zehdenick und aus der Region mit den Arbeiten beauftragt. Verzug gab es kaum, obwohl die Baubetriebe derzeit alle viel zu tun haben.

Umzug schon geplant

Sigrid Theem sieht ihrem Umzug mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. In ihrer Wohnung in Burgwall hat sie immerhin 45 Jahre gelebt. Allerdings ist das Haus, eine alte Ziegler-Kaserne, in einem schlechten Zustand. Vier Jahre suchte die 66-Jährige eine passende Bleibe in Zehdenick, um in der Nähe ihrer Familie zu sein. Dass es nun geklappt hat, freut sie dann doch. „Ein Erstbezug ist schon etwas Besonderes“, sagt Sigrid Theem. Die Ofenheizung wird sie sicher nicht vermissen. Ihren Umzug plant Sigrid Theem für die nächsten Wochen. Wo Sitzecke, Schränke und Tisch im Wohnzimmer stehen sollen, weiß sie schon.

Die Vorderansicht des modernisierten Gewo-Hauses in Zehdenick. Quelle: Martina Burghardt

Was aus ihrer alten Wohnung wird, ist ungewiss. „Wir werden uns mit dem Ortsbeirat abstimmen“, so Eckart Diemke. Wohnungen in Dörfern zu vermieten, sei schwieriger als in der Stadt. Eine aufwendige Sanierung komme nur dann in Frage, wenn tatsächlich Bedarf besteht.

Die Gewo verwaltet 1320 Wohnungen. Eine lange Warteliste gibt es nicht, aber kaum eine Wohnung steht lange leer, derzeit sind es gerade einmal dreieinhalb Prozent. Bald werden es noch weniger sein, denn die Sanierung des Mehrfamilienhauses Neue Straße 2 geht ihrem Ende entgegen. In die vier Zwei-Raum- und die zwei Drei-Raum-Wohnungen investiert die Gesellschaft mehr als eine halbe Million Euro.

Von Martina Burghardt

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