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Oberhavel Gibt es nach dem Dorv-Aus noch Hoffnung?
Lokales Oberhavel Gibt es nach dem Dorv-Aus noch Hoffnung?
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00:30 10.03.2018
Am 8. März 2017 ist das „Dorv“-Projekt erstmals im Sommerfelder Gemeindesaal vorgestellt worden. Quelle: Robert Tiesler
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Sommerfeld

Vor einem Jahr ist in Sommerfeld das so genannte „Dorv“-Projekt vorgestellt worden. Das Konzept („Dienstleistung und Ortsnahe Rundum Versorgung“) sah einen Ort vor, an dem die Bewohner einkaufen können, aber auch einen Kaffee trinken, Post- und Bankgeschäfte erledigen oder sich mit anderen Menschen treffen können. Im Herbst 2017 sind dann Arbeitsgruppen gebildet worden. In Sommerfeld, Beetz und Hohenbruch gab es eine Umfrage unter allen Haushalten. Der Wunsch nach so einem Ort in Sommerfeld war durchaus vorhanden, aber es herrschte auch Skepsis darüber, ob sich so etwas rechne. Ins Spiel gebracht wurde die Alte Schule im Dorfzentrum, die nun aber für weitere Kitaräume gebraucht wird.

Kürzlich ist, wie berichtet, das Aus für das „Dorv“-Projekt verkündet worden. Dazu äußert sich im Gespräch Sommerfeldes Ortsvorsteher Jürgen Kurth.

Sind Sie traurig, dass es nicht geklappt hat?

Jürgen Kurth: Ja, klar. Das hat ja auch ein bisschen Arbeit gemacht. Bei den Leuten wurden Hoffnungen geweckt.

Woran ist das Projekt letztlich gescheitert?

Weil es keinen gab, der gesagt hat, ich übernehme das unternehmerische Risiko dafür. Man muss ein finanzielles Polster haben, für Löhne und Waren. Es gab überhaupt niemanden, der damit geliebäugelt hat. Alle anderen vorgeschlagenen Modelle wie eine Genossenschaft haben wir nicht weiter vertieft. Das Problem ist einfach, dass wir zu nah an Kremmen liegen. Die Leute bringen sich ihr Zeug auf dem Weg von der Arbeit nach Hause mit. Aber auf der Strecke bleiben dabei die Älteren, die auf sich gestellt sind.

Gibt es irgendwann einen neuen Versuch?

Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Derjenige muss ja nicht aus Sommerfeld sein. Vielleicht gibt es ja jemanden, der sagt, ich wollte schon immer mal auf dem Land eine neue Existenz gründen.

Waren Sie denn ganz allgemein mit der Beteiligung der Leute zufrieden?

Ja, klar. Das zeigt auch, dass das Interesse an diesem Projekt groß war. Aber das ist das Problem, alle machen mit, aber es ist keiner da, der das wirklich in die Hand nehmen will.

In Sommerfeld gibt es damit weiterhin keine Möglichkeit, etwas einzukaufen. Wo gehen Sie denn einkaufen?

Ich habe mal in Oranienburg gearbeitet, deshalb habe ich aus Gewohnheit immer freitags bei Kaufland meine Einkaufstour. Und wenn ich in Kremmen bin, gehe ich dort einkaufen.

Von Robert Tiesler

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