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Glienicke: Barrierefrei durch den Schlauchturm

Glienicker Rathaus wurde umgebaut Glienicke: Barrierefrei durch den Schlauchturm

Um zum Einwohnermeldamt zu gelangen, können Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren zukünftig den barrierefreien Eingang durch den ehemaligen Schlauchturm – das Haus war früher eine Feuerwache – nutzen. „Aus Denkmalschutzgründen hatten wir keine Alternative“, so Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP) bei der Einweihung.

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Der barrierefreie Rathauszugang im Schlauchturm.

Quelle: Foto: UG

Glienicke. Der Denkmalschutz verhinderte, dass das Glienicker Rathaus einen barrierefreien Eingang direkt von der Hauptstraße bekommen konnte. Auf einfache und kostensparende Weise hätte man dort die vorhandenen Treppenstufen durch eine Aufschüttung oder eine Rampe ersetzen können.

Nun aber müssen Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren einmal um das Gebäude herumgehen, um durch den ehemaligen Schlauchturm – das Haus war früher eine Feuerwache – in die Verwaltung zu gelangen. „Wir hatten keine Alternative“, so Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP) bei der Einweihung des barrierefreien Zugangs am Dienstag. Ein entsprechendes Hinweisschild muss jedoch noch an der Straße aufgestellt werden.

Eigentlich sollte die Barrierefreiheit schon 2015 hergestellt werden, aber auch bei der nun geschaffenen Hintertür im Schlauchturm hatte der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden. 75 000 Euro wurden investiert. Wenigstens den ersten Treppenabschnitt habe man abtragen dürfen, so Objektplaner Steffan Druschke. Der Rest des Treppenhauses im Turm steht unter Denkmalschutz. Durch eine Lichtkuppel können Besucher mit einem Blick nach oben, einen Einblick in die Geschichte des Hauses erlangen.

Die größten Mühen bereitete den Planern die Tür, die wie Oberlack verriet, eine Sonderanfertigung ist. „So etwas gibt es nicht von der Stange.“ Doch nun fügt sich die Vollholztür perfekt in das denkmalgeschützte Ensemble ein. Nach der Betätigung des Türöffners gibt sie den Blick frei auf einen im warmen Gelb gehaltenen Hintereingang, der auch als Kunstraum genutzt werden kann.

Von Ulrike Gawande

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