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Oberhavel Glienicke investiert in Feuerwehr und Bildung
Lokales Oberhavel Glienicke investiert in Feuerwehr und Bildung
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02:16 15.01.2016
In diesem Objekt in der Traubeneichenstraße soll die Interimskita ab Mitte des Jahres untergebracht werden. Quelle: Helge Treichel
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Glienicke

Feuerwehr, Jugendarbeit, Bildung – das sind auch 2016 die größten Bereiche für Investitionen der Gemeinde Glienicke. Dafür ist in diesem Jahr eine Gesamtsumme von gut 2,9  millionen Euro vorgesehen. Wie bereits im Vorjahr gehören das Erweitern der Feuerwache samt neuem Bauhof (2,7 Millionen Euro) sowie der Jugendklubneu- und -ausbau (660 000 Euro) zu den größten Posten im Gemeindeetat, wobei sich die Gesamtsummen auf mehrere Jahre verteilen. Für den Neubau von Haus 6 der Grundschule hinter der Kinderbibliothek sind in diesem Jahr 500 000 Euro vorgesehen. Mit dem Gebäude werde nicht nur die Mensa wieder direkt auf das Schulgelände verlegt, sondern könnten mit Blick auf die Inklusion auch barrierefreie Unterrichtsräume geschaffen werden, sagte Bürgermeister Hans G. Oberlack (FDP) am Dienstag bei einem Pressegespräch. Für das Aufstocken des Funktionsgebäudes auf dem Sportplatz Bieselheide seien 425 000 Euro eingeplant. Das einzige Projekt, das 2016 voraussichtlich auch komplett realisiert werden kann, sei allerdings der Ausbau von angemieteten Räumen in der Traubeneichenstraße im Wohnpark „Frohe Aue“ in der Schönfließer Bieselheide zu einer zeitweiligen Kindertagesstätte. Eine halbe Million Euro sind dafür im Haushalt eingeplant.

Rechts befindet sich ein Getränkemarkt, links soll übergangsweise die Kita „Sonnenschein“ einziehen. Selbst bei Regenwetter haben die 140 Kinder eine trockene Roller-Strecke direkt am Haus. Quelle: Helge Treichel

Hintergrund: In der Kita „Sonnenschein“ war Nässe entdeckt worden. Im Juli 2015 zeigten sich Feuchtigkeit und Schimmel in einer der Trockenbauwände. Dieser Schaden soll nun saniert werden – ohne Kinder in der Nähe der Baustelle. Bis zur Jahresmitte soll deshalb das Ausweichobjekt für 140 Kinder und ihre Erzieherinnen hergerichtet sein. Bis zum Jahresende könnte dann die Sanierung erfolgen, hofft der Bürgermeister. Ein Gutachter werde die Arbeiten begleiten. Er solle feststellen, ob ein Versicherungsfall vorliegt – oder nicht. Allein die Sanierung schlage voraussichtlich mit rund 300 000 Euro zu Buche. Noch allerdings sei nicht geklärt, wo das Wasser überhaupt herkommt und ob sogar ein Baumangel vorliegt.

Geld fließt auch in Wohnraum, Gehwege und Regenwasserkanäle

Für die Sanierung kommunalen Wohnraums hat die Gemeinde 230 000 Euro eingeplant, weitere 416 000 Euro für Straßen und Gehwege. Im Regenwasserbereich sollen 206 000 Euro investiert werden.

Der bereits im November bei drei Gegenstimmen verabschiedete Haushalt 2016 ist im Ergebnishaushalt mit einem Volumen von 17,6 Millionen Euro ausgeglichen, sagte Finanzfachbereichsleiterin Grit Knappe. Dieser Ausgleich lasse sich auch in den Folgejahren erzielen, indem auf die Rücklagen zurückgegriffen wird. Die waren im Jahresabschluss 2013 mit 8,7 Millionen Euro ausgewiesen. Ab dem kommenden Jahr sei ein Defizit von rund einer Viertelmillion Euro auszugleichen, 2019 sei es bereits ein Betrag von knapp einer halben Million Euro. Die Gemeindevertreter müssten also darüber diskutieren, was sich der Ort den kommenden Jahren noch leisten kann, darf und muss.

Finanzfachbereichsleiterin Grit Knappe und Bürgermeister Oberlack stellten am Dienstag die Besonderheiten und die Eckdaten des Glienicker Haushalts 2016 vor, außerdem den im Amtsblatt veröffentlichten Jahresabschluss 2013. Quelle: Helge Treichel

Größter Einnahmeposten ist 2016 mit 6,4 Millionen Euro der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer. Weitere 3,4 Millionen erwartet Glienicke als Schlüsselzuweisung vom Land, wobei ein Betrag dieser Höhe allerdings als Kreisumlage gleich an den Landkreis weitergereicht werde, merkte der Bürgermeister an. Zudem habe der Landrat angekündigt, dass deren Prozentsatz angehoben werden soll. Immerhin 1,4 Millionen Euro erwarte Glienicke im Bereich Gewerbesteuer.

Der größte Teil der Ausgaben entfällt mit gut 7,4 Millionen Euro auf Personal und Versorgungsaufwendungen (Kitaerzieher, Bauhof, Hausmeister, Schulsekretärin, Verwaltungsmitarbeiter), wegen tariflicher Anpassungen und zusätzlicher Stellen immerhin 773 000 Euro mehr als 2015.

Von Helge Treichel

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