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Glienicke Eule bewacht die Schule
Lokales Oberhavel Glienicke Eule bewacht die Schule
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00:21 16.06.2018
Zur Enthüllung der Eulenskulptur kam auch Bürgermeister Oberlack (M.) vorbei. Quelle: Ulrike Gawande
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Glienicke

„Die Arbeit ist sehr staubig“, hat Julia ins Gästebuch geschrieben. „Ich finde, dass die Eule eines der besten Erlebnisse im Hort ist“, lautet der Eintrag von Raffael aus der dritten Klasse. Und Lena hat dort festgehalten, dass sie es lustig fand, die glänzenden, bunten Steinchen aufzukleben. Jeden Arbeitsschritt zur Erstellung der Skulptur, die die Glienicker Hortkinder seit 16. April gemeinsam mit den Künstlern Heike Adner und Knut Sein direkt vor der Grundschule errichtet haben, hielten sie in einem, dicken Gästebuch mit vielen Bildern fest. Die jüngsten Schüler nutzten statt Worten Piktogramme, um auch ihren Beitrag für das Erinnerungsbuch zu leisten.

2,5 Meter große Skulptur

Vier Jahre liegen zwischen dem Planungsbeginn für die 2,5 Meter große Eulenskulptur und deren Fertigstellung, die am Dienstag mit Musik und Buffet gefeiert wurde. Hortleiterin Monika Spur-Rodenshagen bedankte sich nicht nur bei den Künstlern, die den Mut hatten, das Projekt trotz aller Bedenken durchzuziehen. Sie dankte aber auch der Gemeinde, die das Projekt stets unterstützt hatte. Rund 25 000 Euro kostete das Projekt. „Die Kinder haben Phantasie, und die ist nun auch im Innenbild der Gemeinde sichtbar.“

Die Eule steht für Weisheit

Ein Krokodil, ein Schwan, eine Schildkröte und auch eine Schnecke waren andere Vorschläge gewesen, die die Kinder gemacht hatten, um ein Pendant zur Katzenskulptur zu finden, die seit 2017 links von der Tür über die Schule wacht. „Das zweite Tier sollte auch inhaltlich als Symbolfigur passen“, erklärt die Glienicker Künstlerin Heike Adner den Entstehungsprozess. „Die Eule trägt die Aura der Weisheit. Das ist doch ein schönes Omen für die Schule.“ Und so wurden von den Steppkes Eulen gemalt, später aus Gips gegossen sowie Modelle gestaltet, bis das Original entstehen konnte.

Mosaiksteine aus der ganzen Welt

Der Kern der Eule, die auf einem Betonfundament steht, besteht aus zurechtgesägten Porenbetonsteinen, die verfugt wurden, um sie dann mit Mosaiksteinen zu bekleben. Zehn Quadratmeter Steinplatten aus Südamerika, Italien und Deutschland durften die Kinder vor der Schule in kleine Mosaiksteine zergeschlagen, die nun den klugen und weise Vogel zieren. „Das hat den Kindern Spaß gemacht und jedes Kind durfte auch ein Steinchen mit nach Hause nehmen.“ Es seit gut, die gesamte Welt in dem Kunstwerk zu vereinen, freut sich Adner. „Es war eine intensive und konzentrierte Arbeit.“

Philosophische Gespräche mit Passanten

Besonders schön seien jedoch die Gespräche mit den Passanten gewesen, die vor dem entstehenden Kunstwerk stehenblieben und mit ihnen als Künstler ins Gespräch kamen, verrät Heike Adner. Sogar über Eulen sei philosophiert worden. „Beeindruckend und faszinierend. So etwas habe ich zuvor noch nicht erlebt. Diese Anteilnahme und Begeisterung sowie die Nähe der Bürger zur Kunst.“ Manch ein Glienicker verewigte sich sogar in dem Gästebuch, das nun im Hort ausliegt.

Von Ulrike Gawande

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