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Glienicke Mit dem gemieteten Drahtesel zur Bahn
Lokales Oberhavel Glienicke Mit dem gemieteten Drahtesel zur Bahn
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02:18 06.05.2018
Max Springer und Jimmy Cliff von Mobike mit Jörg Rathmer und Bürgermeister Hans G. Oberlack (v.l.) vor dem Glienicker Rathaus. Quelle: Ulrike Gawande
Glienicke

Ein orange leuchtendes Klebeband vor dem Glienicker Rathaus markiert den neuen Fahrradparkplatz von Mobike, einem 2016 in China gegründeten Mietfahrradunternehmen, das sein Angebot im Rahmen eines Pilotprojektes nun auch in der Oberhavel-Gemeinde testen will. Womit Glienicke nach Berlin (seit Dezember 2017) erst der zweite deutsche Ort ist, in dem Mobike aktiv wird. Neun Millionen Mietfahrräder weltweit, unter anderem in Paris, Peking und London, werden täglich von 40 Millionen Kunden genutzt. 200 Millionen Menschen sind registriert.

42 Räder wurden in Glienicke verteilt

42 der grau-orangen Räder stellten am Donnerstag die Mitarbeiter von Mobike in Glienicke auf. Zum einen an vier zentralen Orten, neben dem Rathaus auch am Dorfteich, im Sonnengarten und an der Kirche, zum anderen über den Ort verteilt. Weitere Räder wurden an den S-Bahnhöfen in Frohnau und Hermsdorf stationiert. Dort sieht der Initiator der Aktion, Jörg Rathmer (FDP), den größten Nutzen der Mietfahrräder, deren Benutzung über eine App (www.mobike.com) erfolgt. „Morgens regnet es, da fährt man mit dem Bus zur Bahn, abends ist schönes Wetter, da kann man spontan das Rad nehmen“, so der Politiker, dessen Idee, sich für einen Mietfahrradverleih in Glienicke einzusetzen, bei den Gemeindevertretern mehrheitlich Zustimmung fand.

Jörg Rathmer testet das Angebot von Mobike. Quelle: Ulrike Gawande

„Interessant ist es auch für die, die nicht mit ihrem eigenen Fahrrad fahren wollen, weil sie Sorgen haben, dass es ihnen gestohlen wird“, ergänzte Bürgermeister Hans G. Oberlack (FDP), der das Angebot ebenfalls deutlich begrüßt. Die Drahtesel von Mobike sollen ein Ersatzrad fürs private Rad, ein Ersatz für das Laufen und eine Ergänzung zum ÖPNV sein, so Jimmy Cliff, Generalmanager von Mobike in Deutschland.

Vollgummireifen sorgen für geringe Reparaturanfälligkeit

Gedacht sind die stabilen Räder für Kurzstrecken bis zu fünf Kilometern. Sie sind mit Vollgummireifen, Gangschaltung, Fahrradkorb, Solarpaneel sowie GPS-Sender ausgestattet, damit der Standort der Räder stets zugeordnet werden kann. So will man sowohl Diebstählen vorbeugen, als auch vermeiden, dass die Räder nicht ordnungsgemäß geparkt werden. Denn Mobike funktioniert stationslos als Free-Floating-System, das heißt die Räder können überall – straßenregelkonform – innerhalb des zulässigen Gebietes abgestellt und wieder ausgeliehen werden.

per App können die Räder ausgeliehen werden. Quelle: Ulrike Gawande

Zur Motivation der Nutzer ab 16 Jahren, die Räder korrekt zu behandeln, locken Rabatte bei der Nutzungsgebühr, die derzeit bei einem Euro für 20 Minuten Fahrdauer liegt. Mit dem im März eingeführten Mobike-Pass, einer Art Monatskarte für Mobike-Radler ist unbegrenztes Fahren zum Festpreis möglich. Im Sommer sollen E-Bikes das Angebot von Mobike ergänzen.

Von Ulrike Gawande

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