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Glienicke Moschee-Grundstück soll doch bebaut werden
Lokales Oberhavel Glienicke Moschee-Grundstück soll doch bebaut werden
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01:16 02.06.2018
Ortseingangsschild von Glienicke / Nordbahn Quelle: Enrico Kugler
Glienicke

Nun also doch: Das sogenannte Moschee-Grundstück, das Grundstück an der Ahornallee zwischen Grundschule und Einkaufszentrum, soll bebaut werden (MAZ berichtete). Auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstag erklärten die Gemeindevertreter in namentlicher Abstimmung ihr Einvernehmen mit dem geplanten Gebäudekomplex, das die IG Real Estate Asset Theta GmbH auf dem 5 300 Quadratmeter großen Grundstück mit 92 Wohnungen errichten will.

Knappe Mehrheit

Doch die Abstimmung fiel mit zehn Ja- und neun Nein-Stimmen denkbar knapp aus. Im Planungsausschuss hatte das Vorhaben, das einen fünfgeschossigen Bau inklusive Tiefgarage vorsieht, keine Zustimmung bekommen. Für das Vorhaben ist keine Änderung des Bebauungsplanes notwendig, da es sich im Geltungsbereich des Paragraphen 34 des Baugesetzbuches befindet. Dieser sieht vor, dass „innerhalb bebauter Ortsteile ein Vorhaben zulässig ist, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist“.

Erschließung über die Ahornallee

Diese soll in Glienicke komplett über die Ahornallee erfolgen, wodurch ein zustimmungspflichtiges Geh-, Fahr- und Leitungsrecht nicht erforderlich ist. Die „Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse“ müssen durch den Neubau „gewahrt bleiben, das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden“.

Der Landkreis hat das letzte Wort

Das sei jedoch bei dem geplanten Bau nicht gegeben, so Uwe Klein (SPD). „Es passt dort nicht hin.“ In mehreren Stellungnahmen hatten auch andere Fraktionen ähnliches bemängelt. Klein: „Ich persönlich halte den Bau nach Paragraph 34 für nicht genehmigungsfähig und hoffe, dass der Kreis das Vorhaben gründlich prüft und nicht genehmigt.“

Von Ulrike Gawande

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