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Glienicke Pläne für den Bauernhof
Lokales Oberhavel Glienicke Pläne für den Bauernhof
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07:47 02.06.2018
Architekt Jonas Olfe (l.) zeigte interessierten Gemeindevertretern und Bürgermeister Hans G. Oberlack (2.v.l.) die bisherigen Pläne. Quelle: Ulrike Gawande
Glienicke

„Hier habe ich früher meine Kartoffeln geholt“, erinnert sich eine Frau, die am Donnerstagabend den Vor-Ort-Termin des Infrastrukturausschusses in Glienicke nutzte, um einmal einen Blick hinter die Mauern des alten Bauernhofes in der Gartenstraße zu werfen.

In den Hof „verguckt“

Uri Goldenzeil, der seit rund zwei Jahren Eigentümer des etwa 4000 Quadratmeter großen Ensembles ist, hatte zum Rundgang eingeladen. Er habe sich damals in den Hof verguckt, verrät der 69-jährige Berliner mit israelischen Wurzeln. „Es war einfach schön.“ Seine Frau habe er aber nicht davon überzeugen können, das Wohnhaus herzurichten und nach Glienicke zu ziehen, schmunzelt er. Am Donnerstag hatte er Rechtsvertreter und Architekten dabei, die die Pläne für das Gebäudeensemble vorstellten.

Beim Vor-Ort-Termin nahmen die Mitglieder des Infrastrukturausschusses das denkmalgeschützte Ensemble in Augenschein.

Der Hof direkt am Dorfteich, der vielen in der Gemeinde als „Bauernhof Müller“ bekannt ist, ist das letzte Zeugnis der dörflichen Vergangenheit Glienickes. Das Ensemble, bestehend aus Wohngebäude im typischen Stil märkischer Bauernhaus-Architektur, Stall und Scheune, wurde vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und steht inklusive Pflaster komplett unter Denkmalschutz. Daher stellt auch die Sanierung des Hofes hohe Anforderungen an die Planer. Jonas Olfe, Architekt der Berliner Planungsgesellschaft Patzschke gab zu, dass die Pläne bisher jedoch noch nicht auf komplette Zustimmung der Denkmalbehörde stoßen. Nächste Woche soll es ein weiteres Treffen geben, in dem das Gesamtkonzept vorgestellt werden soll.

30 Wohnungen sollen entstehen

Aber auch die Gemeindevertreter sind sich nicht einig, ob und wie der Hof zukünftig aussehen soll. Denn geplant ist, auf dem gesamten Grundstück rund 30 Wohnungen zu errichten. Davon 16 in einem Neubau mit Tiefgarage, die auch die Stellplätze für den sanierten Altbestand enthält, der auf der Streuobstwiese hinter dem Hof in Richtung Goebenstraße entstehen soll. Die Bebauung der Wiese ist besonders den Linken, aber auch der Glienicker Bürgerliste (GBL) ein Dorn im Auge, da sie Ausgleichsfläche für das Glienicker Feld sei und somit auch Bestandteil des Ortskonzepts ist. Doch die Bebauung der Wiese ist Grundlage des Projektes. Bevor der Neubau entsteht, soll der Altbau saniert werden. Darauf legt besonders die SPD-Fraktion wert. Man befürchtet, dass sonst der Altbestand nie saniert wird. Ein städtebaulicher Vertrag soll daher alles regeln.

Sanierung des Altbaus soll vorgezogen werden

Doch der Architekt verriet, dass man die Sanierung vorziehen werde. Die Ständerkonstruktion der Gebäude soll erhalten bleiben. So etwas mache den Charme der Gebäude aus, so Olfe. Holztüren sollen zu Fensterläden werden, moderne Fensterbänder bringen Licht in die Räume. Um heutigen Standards gerecht zu werden, entstehen so quasi Neubauten in Altbauhüllen.

Von Ulrike Gawande

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