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Glienicke Baumfällungen sind unausweichlich
Lokales Oberhavel Glienicke Baumfällungen sind unausweichlich
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00:24 15.09.2018
Masaharu Zloch erläuterte ausführlich bei der Anwohnerversammlung, weshalb die Bäume gefällt werden müssen. Quelle: Enrico Kugler
Glienicke

Zahlreiche Glienicker – Anwohner, Gemeindevertreter und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Baumschutz – waren Dienstag in die Schulmensa gekommen, um die Maßnahmen des 2016 beschlossenen Straßenbaumkonzepts zu hören, die noch 2018 umgesetzt werden sollen.

Die Zuhörer hatten viele Fragen. Quelle: Enrico Kugler

Konkret geht es um die Jungbornstraße und die Rosa-Luxemburg-Straße, in denen im November und Dezember 18 beziehungsweise sechs Bäume gefällt werden sollen. Diese Maßnahme wird nötig, weil bis auf einzelne Ausnahmen alle vorhandenen Bäume vom sogenannten Dunklen und Honiggelben Hallimasch befallen sind. Der Hallimasch ist eine Pilzart, ein sogenannter Primärparasit (Kambiumkiller), der „Bäume jeden Alters töten kann“, erläuterte Masaharu Zloch, der in der Gemeinde für den Bereich Baumschutz zuständig ist, in seinem Vortrag. Natürlich sei die Maßnahme ein starker Eingriff und stoße besonders bei den Anwohnern nicht auf Begeisterung, so der Fachmann, aber man habe verstanden, dass die Fällmaßnahme notwendig sei.

Masaharu Zloch erläuterte die geplanten Maßnahmen. Quelle: Enrico Kugler

Da sich der Pilz unterirdisch über schnurförmige Rhizomorphen verbreite, könne so auch das Wurzelwerk gesunder Bäume durch benachbarte kranke Exemplare befallen werden. Infiziert werden können Laub- und Nadelbäume. Aus Oregon sei ein Hallimasch auf neun Quadratkilometern Fläche bekannt, der rund 600 Tonnen schwer sei, bemerkte Zloch am Rande.

Für alle fraglichen Bäume stellte Zloch die entsprechenden Gutachten vor. Quelle: Enrico Kugler

.

Einzeln wurden die Bäume in den beiden Straßen zuvor untersucht, erklärte der Fachmann. Da die Gesundheit der Bäume aber sehr schlecht und so auch deren Standsicherheit stark gefährdet sei, sei eine Fällung unausweichlich. Nach einer Ruhephase von zwei Jahren sollen in der Jungbornstraße 34 Nachpflanzungen und in der Rosa-Luxemburg-Straße elf Nachpflanzungen vorgenommen werden. Uwe Klein (SPD) warb dafür, dass mehr Geld für die Pflege der Bestandsbäume investiert werden müsse.

Von Ulrike Gawande

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