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Glienicke Wünsche für einen Schulcampus
Lokales Oberhavel Glienicke Wünsche für einen Schulcampus
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10:37 13.06.2018
In Grundschule und Hort herrschen Raumnot. Quelle: Juliane Weser
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Glienicke

Schul- und Hortleiterinnen, Eltern und Schulsozialarbeiterin stellten im Planungsausschuss, quasi als Arbeitsgemeinschaft Schulcampus, ihre Wünsche für einen Erweiterungsbau der Grundschule Glienicke vor. Auch die Wünsche der Schüler sind Teil des Konzepts.

Zusammenschluss zu einem Schulcampus

Die Pläne sehen vor, das sogenannte Haus 6, das den Schulkomplex zu einem geschlossenen Campus vereinen soll, schalldicht nach innen und außen sowie mit flexiblen Raum- und Ausstattungskonzepten zu bauen. Doch es nur Haus 6 zu nennen, sei ihr zu platt, erklärte Schulleiterin Antje Burmeister. Teamhaus, sei passender, denn man möchte sich mit dem geplanten Bau, der zwar in erster Linie die Raumnot von Schule und Hort lindern soll, neuen Lernformen öffnen. Lernlandschaften schaffen.

„Abkehr von der Flurschule“

Die „Abkehr von der Flurschule“, beschrieb es die Pädagogin. Denn derzeit stehen in der größten Grundschule im Kreis 750 Schülern nur vier Teilungsräume zur Verfügung, so dass bei Gruppenarbeiten die Flure von den Kindern zum Arbeiten genutzt werden. Die heutigen Anforderungen an das Lernen seien in den jetzigen Räumen nicht umsetzbar. Auch eine Aula ist in der Schule nicht vorhanden.

Bisher bestimmen lange Wege den Alltag der Schüler

Stattdessen bestimmen lange Wege den Schulalltag der Glienicker Kinder, da die Schule auf mehrere Gebäude verteilt ist, von denen eines noch nicht einmal der Gemeinde gehört. Gemeinsames Lernen und Inklusion, für die auch andere Sanitäreinrichtungen nötig wären, seien weitere Themen, die in dem angestrebten Neubau verwirklicht werden sollen. „Wir brauchen mehr Platz für alle Kinder.“

Hort auf drei Gebäude verteilt

Auch der Hort, der jetzt Räume in drei Gebäuden nutzt, hat lange Wege und Platzbedarf, da immer mehr Kinder die Einrichtung nutzen. Derzeit sind es 370. Hortleiterin Monika Spur-Rondenshagen wünscht sich daher einen zentralen Ort für den Hort, an dem das offene Konzept mit Werkstätten und Küche umgesetzt werden kann. Bis jetzt nutzen die Hortkinder die Schulräume von morgens bis nachmittags. Umso wichtiger sei es, einen anderen Lebensbereich im Hort für die Kinder zu schaffen, und Ruhe- und Aktivbereiche räumlich voneinander zu trennen, so Spur-Rondenshagen.

Mitnutzung durch Vereine und Initiativen

Die Werkstätten könnten nach Hortschluss auch von Vereinen genutzt werden, schlug sie vor. Dann hätte die ganze Gemeinde etwas vom Neubau. So könnte auch eine Aula als multifunktionaler Veranstaltungsraum nicht nur von den Schülern genutzt werden. Nur ein zweiter, separater Zugang zum Campus wäre notwendig, den aber auch die Schulsozialarbeiter begrüßen würden. Bürgermeister Hans G.Oberlack (FDP) dankte für die Pläne: „Ich habe nicht gewusst, dass so viel Druck auf dem Kessel ist.“ Doch ob und wann ein Bau entsteht, muss erst noch entschieden werden.

Von Ulrike Gawande

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