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Glienicker Freifunker gründen Verein

Oberhavel Glienicker Freifunker gründen Verein

Der Verein „Freifunk Oberhavel“ ist am Dienstagabend im Glienicker Bürgerhaus erfolgreich gegründet worden. Ziel ist es, mit Hilfe der Bürger ein offenes, freies und kostenlos nutzbares WLAN an möglichst vielen Orten im Landkreis anzubieten.

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Das Logo der Initiative.

Quelle: privat

Glienicke. Der Verein „Freifunk Oberhavel“ ist am Dienstagabend im Glienicker Bürgerhaus erfolgreich gegründet worden. Seine Mitglieder arbeiten am Aufbau eines freien und selbstverwalteten Funknetzwerkes im Landkreis, um an möglichst vielen Orten freies und kostenlos nutzbares WLAN anbieten zu können. Der Verein möchte dabei sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen helfen, neue Zugangsknoten bereitzustellen und Themen wie die Störerhaftung oder Vorratsdatenspeicherung auf rechtlich sichere Art und Weise zu lösen.

Entstanden aus einer privaten Initative im Januar 2016, konnten in Glienicke bereits zahlreiche WLAN-Zugangspunkte errichtet werden – sowohl in verschiedenen Geschäften und Restaurants als auch bei Privatpersonen. Aktuell sind bereits etwas mehr als 30 Knoten online, bilanzieren die Freifunker nicht ohne Stolz. Aus diesem Kreis kam auch die Idee, die Initiative auf rechtlich sichere Füße zu stellen und auf Oberhavel auszudehnen. Ein Dutzend Interessierter war der Einladung zur Gründungsversammlung gefolgt.

Der Vereinsvorstand setzt sich aus drei Personen zusammen: Jörg Rathmer wurde zum Vorsitzenden gewählt, Andreas Scherbaum zu seinem Stellvertreter und Ernst-Günter Giessmann zum Kassenwart. Die Drei freuen sich über die positive Resonanz: „Aktuell kommen fast wöchentlich neue Freifunk-Knoten in Glienicke hinzu. Jetzt sollen möglichst viele Oberhaveler in den Genuss eines freien WLANs an möglichst vielen Orten kommen.“

Einige der Gründungsmitglieder, darunter Jörg Rathmer (2vl)

Einige der Gründungsmitglieder, darunter Jörg Rathmer (2.v.l.).

Quelle: privat

Freifunk-Knoten stellen einerseits Internet via WLAN bereit, bauen aber zusätzlich auch untereinander ein eigenes Netzwerk auf. Durch das Providerprivileg im Telemediengesetz sind die Anbieter eines solchen Freifunk-Knotens auch vor der sogenannten Störerhaftung geschützt und können Ihren Internetanschluss bedenkenlos teilen. Freies WLAN gehört in vielen europäischen Ländern bereits jetzt zum täglichen Leben. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich noch immer hinterher.

Ein Leichtes – und attraktiv

Die Oberhaveler Freifunker verweisen daher darauf, dass es auch für Kommunen mit der Freifunk-Technik ein Leichtes ist, ein kostenfreies, freies WLAN an öffentlichen Gebäuden, Plätzen oder für ganze Straßenzüge zu realisieren, ohne dabei an einzelne kommerzielle Anbieter gebunden zu sein. „Glienickes Verwaltung ist in dieser Hinsicht vorbildlich – ohne die Unterstützung von Bürgermeister Oberlack und die aus dem Bürgerhaushalt zur Anschubfinanzierung bereitgestellten Mittel wären wir noch nicht so weit“, sagt Jörg Rathmer.

Von den 114 Vorschlägen für den Glienicker Bürgerhaushalt 2017 betrafen allein drei den Ausbau von WLAN-Internetzugängen im Ort. Einer der Vorschläge stammte von den Mitgliedern der Initiative. Hierbei wurde die Gemeinde beauftragt, eine Anzahl an Routern zu beschaffen und der Freifunk-Initiative zur Verfügung zu stellen. Diese Router werden als „Wanderrouter“ an Interessierte verliehen, um den Betrieb eines heimischen Freifunk-Knotens testen zu können und eine größere Abdeckung im Ort zu erreichen.

Kooperation mit Kommunen angestrebt – nach Glienicker Vorbild

Der Verein Freifunk Oberhavel wünscht sich intensive Kooperationen mit Kommunen – aber auch mit der regionalen Wirtschaft, Händlern und Betreibern von Geschäften und Lokalen in den Innenstädten im Landkreis. „Gerade in den Innenstädten kann flächendeckendes WLAN ein Plus im Wettbewerb und zur Kundenbindung sein. Bei Fragen können sich Interessierte gern an uns wenden!“, ist der Vorstand überzeugt.

Auch sucht der Verein derzeit nach weiteren aktiven Mitgliedern, beispielsweise zur Betreuung der Infrastruktur. Interessierte können sich unter glienicke@freifunk.net melden. Informationsquellen rund um die Initiative sind derzeit der Freifunk Blog sowie die Facebook Seite „Freifunk Oberhavel“.

Von Helge Treichel

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